Österreich: Rekordumsatz für Rosenbauer und ein Gewinnsprung
Leonding (Oö): Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat innerhalb der vergangenen sechs Jahre den Umsatz verdoppelt. Knapp 600 Millionen Euro wurden im Vorjahr erreicht.
Rosenbauer ist eine Erfolgsgeschichte. Jahr für Jahr steigert der Feuerwehrausrüster seine Erlöse. 2010 gab es nach vorläufigen Zahlen ein Umsatzplus von zehn Prozent auf 595 Millionen €. Auch die Ergebnisse stimmen. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um sechs Prozent auf 46,3 Millionen €, inklusive Sondereffekte gab es Plus von 69 Prozent auf 49,8 Millionen €. Der Vorsteuergewinn stieg um 85 Prozent auf 48,8 Millionen €.
Sondereffekte, das ist ein Kartellverfahren in Deutschland. Rosenbauer wurde heuer zu einer Geldbusse wegen unerlaubter Preisabsprachen von 10,5 Millionen € verdonnert. Aus Sicherheitsgründen war im Vorjahr eine Rücklage von 15 Millionen € gebildet worden, von der nun ein Teil übrig geblieben ist. Zuzüglich Rechts- und Nebenkosten wird von einem Gesamterfordernis in Höhe von 11,5 Millionen € ausgegangen, was zu der Teilauflösung der Kartellrückstellung geführt hat.
2010 erzielte der Konzern einen Auftragseingang von 496,9 Millionen €, was um 14 Prozent unter dem Wert des Vorjahres lag, der vom mehrjährigen Großauftrag der General Authority of Civil Aviation (GACA), Saudi-Arabien, zur Lieferung von 220 Feuerwehrfahrzeugen mit einem Gesamtwert von 100 Millionen € gekennzeichnet war. Dieser Auftrag wird bis 2012 abgewickelt.
Der Auftragsbestand zum Ende 2010 betrug 394,5 Millionen € (2009: 487,2 Millionen €). Damit kann für heuer eine weiterhin gute Auslastung der Produktionsstätten sichergestellt werden. Rosenbauer beschäftigt mehr als 2000 Mitarbeiter, 100 neue kamen im Vorjahr dazu.
Die endgültigen Zahlen des Jahres 2010 werden am 20. April 2011 veröffentlicht.
