Technisch

Deutschland: Viel Arbeit mit einsturzdrohendem Hochhausgerüst in Hattingen

Hattingen (Deutschland): Am Samstag, den 05.02.2011, wurde die Hattinger Feuerwehr um 1:05 Uhr zu Bachstraße alarmiert. Gemeldet war ein Baugerüst welches umzustürzen drohte. Neben dem Hilfeleistungszug der Hauptwache…

… rückte auch die freiwillige Einheit aus Mitte zur Einsatzstelle aus.

Vor Ort hatte sich an einem Hochhaus ein Baugerüst an einer Seite gelöst und drohte, bedingt durch die starken Windböen, umzustürzen. Die Einsatzkräfte erkundeten die Lage von Außen und aus den Wohnungen heraus, um über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Nach Rücksprache mit allen anwesenden Entscheidungsträgern wurde die Einsatzstelle zunächst weiträumig abgesichert. Das Begehen des Gerüstes war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, da es sich schon sehr weit von der Hauswand entfernt hatte und somit nicht mehr sicher war.

Der Löschzug Mitte blieb an der Einsatzstelle um die notwendige Absicherung vorzunehmen und aufrecht zu halten. Bei Tageslicht entschied man sich am nächsten Morgen, weitere Teile des Gerüstes vom Gebäude zu lösen und es dann kontrolliert einstürzen zu lassen. „Der Einsatz von Kran oder Drehleiter war hier nicht möglich, da die immer wieder aufkommenden Windböen eine Gefahr für die Einsatzkräfte darstellten“, so Feuerwehrsprecher Jens Herkströter. Über die Balkone der einzelnen Wohnungen lösten die Mitarbeiter der ebenfalls anwesenden Gerüstbaufirma weitere Verschraubungen.

Da nicht alle Wohnungen bewohnt waren, öffneten die Einsatzkräfte der Feuerwehr zwei Türen um den Zugang zu ermöglichen. „Da nicht abzuschätzen war, in welche Richtung das ca. 20 Meter hohe Gerüst fallen wird, haben wir die Einsatzstelle während der Arbeiten nochmals weiträumig abgesperrt“, so Herkströter weiter. Um 10 Uhr löste sich dann das Gerüst vollständig von der linken Gebäudeseite bis es dann wenige Sekunden später mit lautem Getöse in sich zusammen stürzte. Glücklicherweise wurden die auf dem angrenzenden Parkplatz stehenden Pkw nicht beschädigt.

„Ein Wegsetzten der Fahrzeuge war zu diesem Zeitpunkt bereits zu gefährlich da das Gerüst jederzeit hätte einstürzen können“, erläutert Herkströter die Brisanz der Lage. Abschließend wurden über die Drehleiter der Feuerwehr noch an der Fassade hängende Gerüstteile entfernt.

Um 12:35 Uhr konnte der mehr als elfstündige Einsatz beendet werden. Neben den 30 Einsatzkräften der Feuerwehr war das Technische Hilfswerk ebenfalls vor Ort.

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