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D: Einsparungen in Nordheim: Wehr-Autos fünf Jahre länger im Dienst

Nordheim (Deutschland): Die Feuerwehr-Großfahrzeuge, die der Landkreis Northeim vorhält, müssen in Zukunft 25 Jahre halten. Das ist das Ergebnis der Beratungen über das Haushaltssicherungskonzept im Kreis-Brandschutzausschuss.

Bisher wurden die Fahrzeuge regelmäßig nach Ablauf von 18 bis 20 Jahren ersetzt. Durch den geänderten Beschaffungsmaßstab können laut Landkreis-Sprecher Dirk Niemeyer allein im Finanzplanungszeitraum bis 2014 etwa eine Million Euro an Einsparungen dadurch realisiert werden, dass die Ersatzbeschaffungen erst einige Jahre später erfolgen. Während der Beratungen wurde laut Niemeyer aber deutlich, dass es Ausnahmen von der neuen Regelung immer dann geben muss, wenn Fahrzeuge aufgrund ihres Alters nicht mehr einsatzfähig sind oder die Ersatzteilversorgung nicht mehr sichergestellt ist. Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, den Kauf eines neuen Schlauchwagens für die Feuerwehr-Technische Zentrale (FTZ) Einbeck früher als geplant vorzusehen, wenn Ersatzteile nicht mehr zu bekommen seien.

Einmütig fürs Konzept
Das Besprechungsfahrzeug für die Technische Einsatzleitung Nord-Ost soll ebenfalls vorgezogen werden und schon im Haushaltsentwurf 2012 stehen. Nachdem die Kreisverwaltung grünes Licht für diese Regelung gegeben hatte, stimmte der Brandschutzausschuss einstimmig für das Haushaltssicherungskonzept. Einmütig votierte der Ausschuss unter Leitung von Karl-Heinz Hagerodt (CDU) dann auch für den von der Verwaltung eingebrachten Teilhaushalt.
Bei der Diskussionen um zukünftige Investitionen mahnte Hagerodt, dass diese das „unentbehrliche Rüstzeug der Feuerwehren sind“. Allerdings hätten sich die Wehren auch den Sparzwängen gegenüber aufgeschlossen gezeigt, die der Erste Kreisrat Dr. Hartmut Heuer angemahnt hatte. Für 2011 sind 861.500 Euro unter anderem für Investitionen in das Feuerlöschwesen, die Feuerwehrtechnische Zentralen sowie Rettungsdienst und Katastrophenschutz veranschlagt, davon 509.000 Euro an Feuerschutzsteuerzuweisungen für die Städte und Gemeinden.

Taucher sollen bleiben
Eine Absage erteilte der Ausschuss der im Haushaltssicherungskonzept vorgeschlagenen Abschaffung der Tauchergruppe. „Angesichts der Gefährdungslage im Landkreis Northeim mit den Freizeit- und den Kiesseen, dem Leinepolder, vielen Hochwassersituationen und drei größeren Flüssen im Kreisgebiet, ist eine Auflösung mit uns nicht zu machen“, sagte Hagerodt. Der Kostenersatz für kreisfremde Einsätze der Tauchergruppe soll hingegen geprüft werden.

Kreistag entscheidet
Schließlich sprach sich der Ausschuss dafür aus, den Rettungs- und Betreuungsdiensten sowie Katastrophenschutzeinheiten DRK, Johanniter und Arbeiter-Samariter-Bund in den Jahren 2011 und 2012 jeweils 15.000 Euro als zusätzliche Unterstützung für den Erwerb digitaler Alarmempfänger zu zahlen. Über die Erhöhung des Haushaltsansatzes wird der Kreistag in seiner Sitzung am Freitag, 4. März 2011, entscheiden.

HNA.de

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