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Deutschland: Immer noch keine Hochwasser-Entwarnung trotz sinkender Pegel

Deutschland: Die Behörden in den Hochwassergebieten in Norddeutschland geben trotz leicht sinkender Pegel zu Wochenbeginn, 24. Jänner 2011, noch keine Entwarnung. Obwohl die Höchststände der Elbe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein überschritten sind,…

… gehen Experten davon aus, dass die Lage noch einige Tage angespannt bleibt. Viele Deiche seien aufgeweicht, hieß es. Am Wochenende hatten einige Pegel nach dem Jahrhunderthochwasser von 2006 neue Rekordwerte angezeigt. Auch aus Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg wurde ein Sinken der Wassermassen gemeldet.

In Schnackenburg stand der Pegel am Montagvormittag bei 6,95 Meter, wie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mitteilte. In Hitzacker wurden 7,58 Meter, in Neu Darchau 7,41 und in Bleckede 11,41 Meter gemessen. Auch im schleswig-holsteinischen Lauenburg fiel der Wasserstand.

Dutzende Feuerwehrleute waren bei Neu Darchau im Einsatz, um Dämme mit Sandsäcken zu verstärken und Wasser abzupumpen. Im besonders gefährdeten Bleckede hielten die provisorischen Notdämme nach Angaben der Behörden. Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums soll in den kommenden vier Wochen einen Vorschlag vorgelegt werden, um den Lückenschluss in der Elbdeichlinie zwischen Alt Garge und Walmsburg zu schließen.

In Lauenburg stand der Pegel am Vormittag bei 9,15 Meter, wie der Einsatzleiter der Feuerwehr, Thomas Burmester, sagte. Am Sonntag waren dort noch 9,22 Meter erreicht worden. „Es scheint, dass wir das Schlimmste überstanden haben“, sagte er. In der Stadt waren am Morgen noch rund 120 Helfer von Feuerwehr, technischem Hilfswerk und anderen Diensten im Einsatz, um Sandsackbarrieren zu verstärken und vollgelaufene Keller auszupumpen.

Trotz leicht sinkender Elbpegel bleibt die Lage im Hochwassergebiet in Mecklenburg-Vorpommern angespannt. Die Deiche hielten stand, sagte der Sprecher des Landkreises Ludwigslust, Andreas Bonin. Nachdem die Scheitelwelle in Dömitz und Boizenburg am Wochenende mit neuen Rekordwerten registriert worden war, gingen die Wasserstände bis zum Morgen mehrere Zentimeter zurück. Das Hochwasser fließe aber nur langsam ab, sagte Bonin. Erst in der zweiten Wochenhälfte werde das Wasser unter die Marke von 6,50 Meter sinken, schätzte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg ein. Das sei eine lange und enorme Belastung für die Deiche, sagte Bonin.

Auch die Pegel der Elbe im brandenburgischen Landkreis Prignitz gehen zurück. In Wittenberge sanken die Fluten um 23 Zentimeter auf 6,94 Meter, wie das Hochwassermeldezentrum in Potsdam mitteilte. Auf der Havel, auf der die Wasserstände zwischenzeitlich durch den Rückstau von der Elbe erheblich angestiegen waren, stagnierten die Pegel.

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