Deutschland: Bürgermeister als Praktikant bei der Feuerwehr
Siegen (Deutschland): Bürgermeister Steffen Mues trat am Montagmorgen, dem 17. Jänner 2011, einen 24-Stunden Dienst auf der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache an.
Gemeinsam mit der diensthabenden Wachabteilung begann er um 7.30 Uhr seinen Dienst. Am Morgen fuhr Steffen Mues dann zunächst einen Einsatz auf dem Rettungswagen mit. Anschließend packten ihn die diensthabenden Wehrmänner dann in Feuerschutzkleidung und schickten ihn in den Brandübungsraum, bei dem der Bürgermeister mit einem realen „Flashover“ konfrontiert wurde.
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es durch die Atemschutzübungsstrecke. Aus der anschließenden Pause wurde nichts, da die Wehrmänner zum Rathaus in die Oberstadt gerufen wurden. Dort hatte die Brandmeldeanlage die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Schnell war aber klar, dass es sich um eine Alarmübung handelte. Nun galt es für Steffen Mues innerhalb kürzester Zeit, seine eigenen Mitarbeiter zu retten. Nachdem er auch diesen Einsatz gut gemeistert hatte, ging es auf der Feuerwache endlich unter die wohlverdiente Dusche.
Die Feuerwehrmänner und auch der Bürgermeister sowie der Leiter der Feuerwehr Siegen, Matthias Ebertz, begrüßten die Abwechslung zum Alltagsgeschehen und der Bürgermeister hat nun ein ganz neues Bild von den Feuerwehrleuten bekommen, die rund um die Uhr für die Bevölkerung da sind.
Bürgermeister Steffen Mues hatte im Vorfeld den ausdrücklichen Wunsch geäußert, eine solche Schicht und die Arbeit der Feuerwehrleute und der Rettungsassistenten mal hautnah mit erleben zu dürfen. Am Dienstagmorgen endete dann seine 24-Stunden Schicht.
Die Nacht war ruhig und so konnte Mues ausgeschlafen seine Arbeit im Rathaus aufnehmen.
