Technisch

Nö: Mobiler Hochwasserschutzdamm teilweise aufgebaut

Weißenkirchen i.d. Wachau (Nö): 14. Jänner 2011 – Ungewöhnlich warme Temperaturen für den Jänner ließen eine starke Schneeschmelze eintreten, gefolgt von ergiebigen Regenfällen.

Somit stieg allein die Donau von 4,90m Kienstock Donnerstag nachmittags, auf 7,60m Kienstock in der Nacht auf Freitag, den 14. Jänner 2011. Noch unbemerkt begannen die ersten Vorbereitungen für die Feuerwehr Weissenkirchen.

Nach dem Erreichen des Alarmpegels von 6,15m Kienstock begannen die Räder zu laufen. Sämtliche Einsatzfahrzeuge und Aggregate wurden auf volle Treibstoffbehälter geprüft. Um 21.58 Uhr wurde die Einsatzmannschaft in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt.

Um 22.30 Uhr wurden dann mittels Rüstlöschfahrzeug und Hochdruck die Durchgänge gereinigt und gleich darauf die schweren Bodensteher (300 kg) gesetzt. Um 05.00 Uhr wurden die Arbeiten erfolgreich beendet, um ein paar Stunden zu schlafen.

Bereits um 08.28 Uhr wurde auf Befehl des Einsatzleiters, die Mannschaft mittels Eigenalarmierung zum Einsatz gerufen, um die Dammbalken bis auf Mauerhöhe ein zu schieben (Phase 1). In den Nachbarortschaften Joching und Wösendorf standen die Feuerwehren ebenfalls im Hochwassereinsatz um den Aufbau des Hochwasserschutzes durchzuführen.

Das Rüstlöschfahrzeug war bereits beim Beladen des Tiefladeanhängers im HWS-Lager beschäftigt, als die restliche Mannschaft mit dem Mannschaftstransportfahrzeug zum Aufbaubereich der FF Weissenkirchen anrückte. Zu schließen waren eine 3m Querung, eine 6m Querung und zwei 30m Querungen.

Nach dem Absichern der Einsatzstelle konnte mit dem Einschieben der Dammbalken begonnen werden. Zu achten war auf die Änderung der Dammbalkenlänge ab der Querung Rollfähre, wo aufgrund der Querungsbreite größere Balken zum Einsatz kommen. Auch das rege Medieninteresse ließ nicht lange auf sich warten. Schon nach der ersten Einsatzstunde zeigten sich die ersten Pressefotografen und Schaulustigen, die gespannt zuschauten und fotografierten.

Nach rund zwei Stunden waren sämtliche Maßnahmen getroffen, um bis auf Mauerniveau zu schließen. Während die letzten Balken gesetzt wurden, trafen Unterstützungskräfte der Feuerwehren Wösendorf und Joching ein, um noch beim Einschieben der letzten Alubalken zu helfen.

Nur durch die engagierte Mitarbeit und die hohe Motivation aller Feuerwehrmänner war es wieder möglich mit geringer Mannschaftsanzahl und mit kurzem Zeitaufwand die Phase 1 erfolgreich abzuschließen.

Derzeit (13.00 Uhr) wird die Lage beobachtet und laufend die Prognosen abgerufen, um erforderlichenfalls weitere Maßnahmen zu setzen.

Eingesetzte Kräfte:
FF Weissenkirchen:
Rüstlösch Weissenkirchen (RLF-A 2000)
Bus Weissenkirchen (MTF-A)
Acht Mitglieder
Bauhof Gde. Weissenkirchen:
Ein Tiefladeanhänger Gde. Weissenkirchen
Ein Stapler Gde. Weissenkirchen

FF Weißenkirchen in der Wachau

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