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T: Großeinsätze für Rettungskräfte in der Silvesternacht

Innsbruck (T): 40 Mal mussten die Feuerwehren in Tirol in der Silvesternacht 2010 ausrücken. In Grinzens brannte eine Tenne bis auf die Grundmauern nieder.

Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehren in der Neujahrsnacht. In Grinzens ging das Tennengebäude eines Bauernhofs in Flammen auf, das Wohnhaus wurde schwer beschädigt. In Zirl und in Wörgl fingen Balkone Feuer. Brandursache in allen Fällen: Feuerwerksraketen. Auch in Reutte und Innsbruck wurden die Feuerwehren zu Bränden gerufen.

190 Feuerwehrmänner in Grinzens im Einsatz
Gegen Mitternacht brach in Grinzens das Feuer aus. Rasend schnell breiteten sich die Flammen aus. Als die Florianijünger eintrafen, stand der Stadel bereits in Vollbrand. Die 15 Schafe, die darin untergebracht waren, wurden rechtzeitig gerettet. Rund 190 Mann der Freiwilligen Feuerwehren Grinzens, Axams, Birgitz, Götzens, Kematen und Völs konnte es nicht verhindern, dass das Gebäude völlig niederbrannte. Auch das angrenzende Wohnhaus wurde von den Flammen schwer beschädigt.

Verletzt wurde niemand, die Bewohner waren rechtzeitig ins Freie gelangt. Noch in der Nacht brachten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Wegen Glutnestern im Heu wurden die Löscharbeiten erst im Laufe des Vormittags beendet.

Balkonbrände in Zirl und Wörgl
Bereits kurz nach 19 Uhr feuerte ein 36-Jähriger in Zirl Silvesterraketen ab. Eine flog nicht in die gewollte Richtung. Stattdessen landete sie auf einem Balkon eines Mehrparteienhauses am Wetterkreuzweg. Die Fassade mit Styropordämmschutz fing sofort zu brennen an. Durch die Hitze wurden ein Küchenfenster und die Balkontür nach innen gedrückt. Die Flammen breiteten sich in der gesamten Wohnküche aus.

Die Bewohnerin, eine Rollstuhlfahrerin, war zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause. Auch alle anderen Hausbewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Die Freiwillige Feuerwehr Zirl brachte den Brand schnell unter Kontrolle und konnte auch ein Übergreifen auf die angrenzenden Wohnungen verhindern.

Auch in Wörgl fing ein Balkon wegen einer Rakete zu brennen an. Der Besitzer der Wohnung im neunten Stock konnte das Feuer selbst löschen. Die Fassade, das Fenster und der Boden wurden beschädigt.

Containerbox brannte in Reutte
Bei der Feuerwehr Reutte ging gegen 0.45 Uhr die Meldung ein, dass es auf einem Werksgelände brannte. Eine Containerbox, in der sich ein Presspapiercontainer und mehrere Styroporsäcke befanden, stand bei Eintreffen der Polizeistreife in Vollbrand. Während die Florianijünger versuchten, das Feuer zu löschen, musste ein naheliegender Altöltank gekühlt werden. Nach einer halben Stunde war der Brand gelöscht. Durch das Feuer war allerdings eine Starkstromleitung in der Containerbox beschädigt worden. Es kam immer wieder zu Stromentladungen während der Löscharbeiten. Der Strom wurde abgestellt, weshalb die umliegenden Häuser in der Ehrenbergstraße bis 2.30 Uhr ohne Elektrizität waren. Die Ermittlungen der Brandursache dauerten am Neujahrstag noch an.

In Neustift zündeten Unbekannte in einem Zigarettenautomaten mehrere Knallkörper. Dadurch wurde der Automat schwer beschädigt. Die Polizei Neustift bittet um Hinweise unter Tel. 059133/71119.

Hochbetrieb in der Leitstelle
Bereits am Freitagnachmittag setzten vier Kinder eine Hecke in Wörgl in Brand. Die Zehn- bis Zwölfjährigen hatten so genannte Piraten, die erst ab 16 Jahren erlaubt sind, gezündet. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Die Polizei fand bei den Kindern noch 691 Feuerwerkskörper, für die sie laut Gesetz zu jung waren.

Zum Jahreswechsel herrschte Hochbetrieb in der Leitstelle Tirol. Zwischen 23 und 3 Uhr gingen 246 Anrufe ein. Die Feuerwehren wurden insgesamt zu 40 Einsätzen gerufen. Das Rote Kreuz musste in Innsbruck und den Bezirken Innsbruck-Land und Kufstein 146 Mal ausrücken – darunter 40 Mal der Notarzt. Die Bergrettung Tirol wurde zu sieben Einsätzen alarmiert.

TT.com

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