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Deutschland: Pkw-Lenker übersieht Industriebahn – 1.400 Liter Diesel laufen aus

Stade (Deutschland): Am späten Nachmittag des 14. Dezember 2010 kam es gegen 16.40 Uhr im Industriegebiet Stade-Bützfleth zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einer Industriebahn, bei dem durch Glück niemand verletzt wurde.

Der 45-jährige Fahrer eines Ford Focus aus Stade war mit seinem Fahrzeug aus einer nahegelegenen Chemiewerk gekommen und wollte den durch eine Ampel gesicherten Bahnübergang der Industriebahnstrecke überqueren. Dabei übersah er offenbar das Rotlicht und prallte mit einem aus Richtung Stade kommenden Zug zusammen. Der 44-jährige Lokführer konnte seinem ca. 100 Tonnen schweren Zug mit zwei leeren Kesselcontainern nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen.

Die Lok schliff den Focus ca. 10 Meter mit, bis dieser im Seitenraum liegen blieb. Der Focusfahrer hatte Glück im Unglück und konnte sich mit Hilfe des Lokführers unverletzt aus seinem Fahrzeug befreien. Auch der Lokführer blieb bei dem Unfall unverletzt. Beide erlitten jedoch einen Schock. Da bei dem Aufprall die Kraftstoffleitung der Diesellok abgerissen wurde liefen ca. 1.400 Liter Diesel ins Erdreich.

Die Feuerwehren der DOW Stade, der Ortswehr Bützfleth sowie des 1. Zuges der Stadt Stade rückten mit ca. 50 Feuerwehrleuten an und versuchten mit Bindemitteln den Kraftstoff zu binden und legten Sandsäcke in den angrenzenden Graben, um so eine Oelsperre zu erzeugen. Sie sicherten das Unfallfahrzeug ab und halfen bei der notdürftigen Reparatur der Lok.

Notfallmanager der Bahn und Mitarbeiter des Umweltamtes des Landkreises Stade machten sich vor Ort ein Bild vom Geschehen und es wurde beschlossen, noch in der Nacht den mit Diesel getränkten Boden auszutauschen. Der Focus und die Lok wurden schwer beschädigt, der Gesamtschaden dürfte sich auf ca. 20.000 Euro belaufen.

Die Bundespolizei übernahm die Kontrolle der bahnpolizeilichen Belange vor Ort. Die Bahnstrecke und der Übergang mussten für die Zeit der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen für ca. 2 Stunden voll gesperrt werden, zu Behinderungen kam es dabei jedoch nicht.

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