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Deutschland: Feuerwehr kriegt Schnee nicht von 7.000 m2 – Dach

Crimmitschau (Deutschland): Die Schneemassen auf dem Dach des Kunsteisstadions im Sahnpark treiben den Verantwortlichen im Crimmitschauer Rathaus die Sorgenfalten auf die Stirn.

Auf der Stahlkonstruktion liegt eine Schneelast von zirka 150 Kilogramm pro Quadratmeter. Der kritische Wert wird von den Prüfstatikern mit 75 Kilogramm pro Quadratmeter angegeben.

Mit den Varianten, die am Dienstag, 14. Dezember 2010, getestet worden sind, lässt sich der Schnee jedenfalls nicht von dem etwa 7000 Quadratmeter großen Stadiondach bekommen. Die freiwillige Feuerwehr versuchte, den Schnee zunächst mit Wasser herunter zu spülen. Aber der Druck habe nicht ausgereicht, erklärte Rathaussprecher Sascha Vogelsang den Fehlversuch. Auch der Einsatz einer Laugenlösung, mit der die Schneemassen abgetaut werden sollten, brachte nicht den erhofften Effekt.

Den Einsatz von Helfern und Feuerwehrleuten, die ähnlich wie in anderen Städten mit Schneeschiebern das Dach beräumen könnten, schließt Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) aus. „Dafür fehlt auf dem Spitzdach eine Absturzsicherung“, begründet der Rathauschef.

Mit zwei Varianten wird am Mittwoch, 15. Dezember, der Kampf gegen die weiße Pracht aufgenommen: Die Stadt hat eine Spezialfirma beauftragt, die eigentlich auf das Absaugen von Kies und Sand spezialisiert ist. Die Experten können nach ersten Prognosen pro Tag etwa 1400 Quadratmeter beräumen. Parallel dazu planen die Verantwortlichen des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau den Einsatz von einfachen Schneefräsen auf dem Hallendach. „Eine Firma will uns einen Kran, mit dem wir die Schneefräsen aufs Hallendach heben können, zur Verfügung stellen“, sagt Klub-Geschäftsführer René Rudorisch. Die Eispiraten wollen schließlich am Sonntag das wichtige Heimspiel gegen die Steelers Bietigheim-Bissingen austragen.

Das ist aber nicht die einzige wichtige Veranstaltung: Am Freitag steht die Eisdisko „Ice Jam“ auf dem Programm, und am Samstag ist ein Eisschnelllaufwettkampf mit etwa 100 Teilnehmern geplant. Ob der stattfinden kann, steht in den Sternen. Allerdings muss auch im Trainingsbetrieb weiter improvisiert werden. Die Profis der Eispiraten Crimmitschau weichen seit Dienstag ins Eissportzentrum am Küchwald in Chemnitz aus. Dagegen muss der Eislaufverein seine Knirpse unverrichteter Dinge wieder nach Hause schicken. „Wir können durch die Sperrung nicht einmal das Athletiktraining auf den Asphaltflächen im Stadion absolvieren“, so Vereinschef Klaus Lindner.

Freie Presse

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