Medien / Fotografen

Israel: Internationale Walddbrandhilfe läuft an

Israel: Nach dem Ausbruch des verheerenden Großbrandes im Karmel-Gebirge bei Haifa setzt Israel jetzt auf internationale Hilfe. Mehr als 20 Löschflugzeuge werden aus aller Welt erwartet.

Auch Feuerwehrleute und Ausrüstung aus dem Ausland waren auf dem Weg, um gegen den schlimmsten Brand in der Geschichte Israels anzukämpfen. Unter anderem wurde Hilfe aus den USA, Griechenland, Zypern, der Türkei und Bulgarien erwartet. Wegen mangelnder Ausstattung der Feuerwehr hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu um die Unterstützung aus dem Ausland gebeten.
Die Feuerwalze erreichte am Freitagmorgen, 3. Dezember 2010, bereits die ersten Außenbezirke der nordisraelischen Hafenstadt Haifa. Angefacht durch den Seewind ist der Großbrand nach Angaben der Einsatzkräfte auch 20 Stunden nach Ausbruch noch völlig außer Kontrolle.

Gefängnis evakuiert: Wegen des Feuersturms musste ein zweites Gefängnis mit palästinensischen Sicherheitshäftlingen geräumt werden. Nach Angaben der Gefängnisverwaltung sind bislang 900 Insassen aus beiden Haftanstalten in Sicherheit gebracht worden.
Der Waldbrand erreichte inzwischen die Hafenstadt Haifa. 15.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Bei den meisten Opfern, die am Donnerstag im Norden des Landes ums Leben kamen, handelte es sich um Gefängniswärter, die Insassen einer Haftanstalt vor den Flammen retten wollten.

Mindestens 41 Tote: Durch den verheerenden Waldbrand sind nach neuen Angaben mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Von den 41 entdeckten Leichen seien bislang aber erst elf identifiziert worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Mehrere weitere Menschen wurden demnach vermisst.
Durch den Brand seien zudem 17 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen schwebten weiter in Lebensgefahr, darunter eine Polizeikommissarin der Hafenstadt Haifa. Bei 36 der Todesopfer handelte es sich den Angaben zufolge um Gefängniswärter, die in einem Bus unterwegs waren, um Häftlinge vor dem Feuer in Sicherheit zu bringen.

Thurgauer Zeitung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert