Nö: Kohlenmonoxid ausgetreten -> 10 Verletzte, Retter mussten Retter retten
Gänserndorf (Nö): Dienstagabend, den 30. November 2010, ist es zu einem schweren Unfall in einem Einfamilienhaus in Gänserndorf gekommen.
Laut Feuerwehr ist aus einer Gas-Therme im Keller eines Hauses in Gänserndorf Kohlenmonoxid ausgetreten. Zehn Personen sind bei dem Vorfall verletzt worden, drei aus dem Haus und sieben Rettungskräfte.
Retter müssen Retter retten: Nach den bisherigen Erhebungen durch die Polizei dürfte der 69-jährige Hausbesitzer im Keller seines Hauses in Gänserndorf einen Herzinfarkt erlitten haben. Möglcherweise war er auch das erste Opfer der Kohlenmonoxidvergiftung. Seine Frau und die Tochter fanden den Mann und verständigten die Rettung. Die Notärztin und mehrere Sanitäter gingen nichts ahnend in den Keller und atmeten ebenfalls das hochgiftige Kohlenmonoxid ein. Ein Sanitäter schlug Alarm, Verstärung wurde angefordert. Die Feuerwehr ging mit Atemschutzmasken schließlich ins Haus, schildert Einsatzleiter Viktor Böhm von der Feuerwehr Gänserndorf: „Die Helfer des Roten Kreuzes hatten nicht die Informationen, die wir dann gehabt haben, dass es sich um eine Kohlenmonoxid-Emmission handelte, sondern sind zu einem Herzinfarkt gerufen worden, und so nahm das Unglück seinen Lauf.“
Laut Feuerwehr betrug die Konzentration an Kohlenmonoxid mehr als 120 ppm (parts per million). Zurzeit der Messung, also einige Zeit nach dem Unglück, betrug die Kohlenmonoxidbelastung im Keller 50-120 ppm, so Einsatzleiter Viktor Böhm.
Luftanalysen im und rund ums Haus: Insgesamt wurden nach Angaben des Roten Kreuzes zehn Personen, drei Hausbewohner und sieben Rettungssanitäter schwer verletzt. Der Hausbesitzer schwebt noch in Lebensgefahr. Die Feuerwehr hat das Haus mit Druckluft-Gebläsen und Ventilatoren belüftet. Im Keller sowie rund ums Haus wurden Gasmessungen vorgenommen.
