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Deutschland: Feuerwehr rettet Babys aus Erfurter Wohnhaus

Erfurt (Deutschland): Das erste Adventslicht wurde zum Auslöser eines folgenreichen Brandes in einem Mehrfamilienhaus in der Erfurter Triftstraße. Zehn Menschen mussten wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung in der Nacht zum 29.11.2010 ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Feuerwehr wurde gegen Mitternacht von einem Hausbewohner der Triftstraße 58 telefonisch alarmiert. Da waren die Löschversuche in der Parterrewohnung schon fehlgeschlagen. Die 59-jährige Mieterin hatte den Angaben zufolge das erste Licht am Adventskranz angezündet. Als die Kerze umfiel, ging der Kranz in Flammen auf. Sie versuchte zunächst den Brand selbst zu löschen, bat dann jedoch den Obermieter um Hilfe. Später wurde sie mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Um 0.05 Uhr rückte die Berufsfeuerwehr mit mehreren Löschwagen und einem Drehleiterfahrzeug aus. Zwei Rettungs- sowie ein Notarztwagen wurden angefordert. Für die Evakuierung der 10 Personen im Haus hatten die Kameraden der Feuerwehr angesichts von Kälte und Schneefall bei den Erfurter Verkehrsbetrieben zudem um einen Bus gebeten. „In solchen Notfällen helfen wir selbstverständlich“, sagte Evag-Leitstellen-Chef Dirk Töpfer unserer Zeitung.
Während die Wohnungsinhaberin bei dem Brand schwer verletzt wurde, wurden insgesamt 9 weitere Personen wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung in die Klinik gefahren. Darunter war eine Familie mit 2 Babys und einem 7-jährigen Kind.
Die Brandermittler der Polizei bestätigten nach ihren Untersuchungen die umgestürzte Kerze als Brandauslöser, erklärte Polizeisprecher Manfred Etzel auf TA-Anfrage. „Gegen die Wohnungsmieterin wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Es entstanden 30 000 Euro Sachschaden, die Parterrewohnung ist derzeit unbewohnbar“, sagte Etzel.

Thüringer Allgemeine

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