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Deutschland: Schiff sank vor Zwangsversteigerung

Passau (Deutschland): Wegen ausstehender Liegegebühren sollte die „Victoria Cruziana“, ein ehemaliges Kreuzfahrtschiff, am Vormittag des 19. November 2010 in Passau zwangsversteigert werden. Doch dazu kam es nicht.

Kurz vor Beginn der für 10 Uhr angesetzten Versteigerung entdeckte der 48 Jahre alte Kapitän einen Wassereinbruch. Feuerwehr und THW rückten mit ihren Pumpen an, konnten aber nur mehr tatenlos zuschauen, wie das Kabinenschiff immer mehr Schlagseite bekam, bis es auf Grund sank.
Das 89 Meter lange und 12 Meter breite Schiff ist vor rund 50 Jahren gebaut worden, bis vor drei Jahren war es für Urlaubsfahrten mit bis zu 111 Passagieren zugelassen. Jetzt sollte es von Holland nach Serbien geschleppt werden: Ein Geschäftsmann wollte es dort in ein Hotelschiff umfunktionieren. Seit dem Sommer lag das Schiff, das nach Schätzungen allenfalls noch 250.000 Euro wert war, im Passauer Hafen, weil Zahlungen für das Liegegeld nicht rechtzeitig eingegangen waren. Für gestern war nun eine Zwangsversteigerung angesetzt. Warum das Schiff pünktlich zu diesem Termin in den Donauwellen versank, müssen nun polizeiliche Vernehmungen klären. Die Feuerwehr verhindert mit Ölsperren, dass rund 500 Liter Dieseltreibstoff die Donau verseuchen. Am Montag, 22. November 2010, soll die Bergung geplant werden, die Polizei geht von einem Totalschaden aus.

pnp.de

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