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Deutschland: Gefeiert, in Spree gesprungen, gerettet

Kreuzberg (Deutschland): Ein 31-jähriger Mann sprang Sonnabendmorgen, 20. November 2010, in Kreuzberg in die Spree. Was ihm dabei nicht klar gewesen sein dürfte: Er muss den Feuerwehr-Einsatz, den er mit seiner Aktion verursachte, wahrscheinlich bezahlen.

Das kaltnasse Ende einer Partynacht. Der Mann war am Morgen um 5.30 Uhr mit einem Freund aus einem Club an der Oberbaumbrücke gekommen. Der Fusel machte ihn leichtsinnig. Bei nur sieben Grad Außentemperatur sprang er von der Brücke in die sechs Grad kalte Spree. Im Fluss wurde ihm wahrscheinlich schlagartig die Sinnlosigkeit seiner Aktion bewusst. Aus eigener Kraft schaffte er es nämlich nicht mehr an Land. Passanten warfen dem Spreeschwimmer einen Rettungsring zu und alarmierten die Feuerwehr. Die rückte mit einem Großaufgebot, unter anderem einem Boot und Tauchern, an. Nach einigen Minuten konnte der Mann an Land gehievt werden. Nach der Rettung lachte der Brückenspringer noch über den Wahnsinn. Doch so ganz ohne Blessuren überstand er den Spreesprung nicht. Ein Rettungswagen brachte ihn mit starken Unterkühlungen ins Krankenhaus Friedrichshain.

Nun könnte ihn überdies seine Aktion teuer zu stehen kommen. Der Einsatz der Feuerwehr kostete 1987,96 Euro. Ob der Springer diese Summe tatsächlich bezahlen muss, liegt im Ermessen des Einsatzleiters. Und der hatte bis gestern Abend noch keine Entscheidung getroffen.

BZ News aus Berlin

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