Technisch

Deutschland: Angespannte Hochwasserlage in Ratingen

Ratingen (Deutschland): Bis zum Abend des 13. November 2010 (Stand des Beitrages) musste die Feuerwehr Ratingen 20 Schadensstellen abbarbeiten. In einem Fall wurde überörtliche Hilfe geleistet. Von der Feuerwehr Wülfrath wurde die sogenannte Hannibalpumpe mit einer Leistung von 5000 l/min angefordert.

Die Löschgruppe Hösel rückte mit zwei Löschfahrzeugen und der auf einem Anhänger aufgebauten Pumpe nach Wülfrath aus. Von der Hauptfeuer- und Rettungswache kamen ein Einsatzführungsdienst und ein LKW mit Ladebordwand zum Transport der Spezialschläuche. Mit dieser Hilfe gelang es ein Gebäude der Diakonie vor der Überflutung zu bewahren. Die Arbeiten dauern wahrscheinlich noch bis in den frühen Sonntagmorgen, 14.11.2010.

Durch die vorgehaltenen Sandsäcke in einem Abrollbehälter des Kreises Mettmann und einem Wechselladerfahrzeug der Feuerwehr Ratingen konnte im Bereich In der Drucht, Winkelsweg in Ratingen-Lintorf sehr schnell Hilfe geleistet und die drohende Flutung mehrerer Wohnhäuser verhindert werden.

Ab dem frühen Nachmittag gingen bei der Feuerwehr Ratingen Hilfeersuchen von verschiedenen Feuerwehren des Kreises ein. Vor Ort wurde größere Mengen Sandsäcke benötigt. Um die eigenen Vorräte aufzustocken und die Versorgung der umliegenden Feuerwehren sicherzustellen, wurde der auf der Hauptfeuer- und Rettungswache Ratingen stationierte Abrollbehälter „Sandsackfüllanlage“ des Kreises Mettmann in den Einsatz gebracht. In Zusammenarbeit mit dem Bauhof Ratingen konnten so in strömendem Regen ca. 7000 Sandsäcke gefüllt und an die umliegenden Städte ausgegeben werden. Die vorgehaltenen Wechselladerfahrzeuge waren mit den entsprechenden Transportmulden im Dauereinsatz.

Als sehr sinnvoll bewies sich der Entschluß der Anschaffung von Wetterschutzjacken für alle Standorte der Feuerwehr. Die Beschaffung wird im kommenden Jahr beendet. So geschützt konnten die Angehörigen der Feuerwehr Ratingen gut geschützt bei Starkregen ihre Arbeit verrichten. Die spezielle Brandschutzbekleidung blieb im Trockenen in den Fahrzeugen und blieb so jederzeit einsatzbereit. Mit Hilfe der vorgehaltenen Fahrzeuge und Geräte war es möglich bei dieser Unwetterlage örtlich und überörtlich schnell und effektiv Hilfe zu leisten.

Der Einsatz wurde von der Führungsgruppe der Feuerwehr Ratingen aus den Stabsräumen in der Hauptfeuer- und Rettungswache heraus geleitet und organisiert. Die Einsatzzentrale in der Wache wurde hierzu durch Personal des IuK-Zuges verstärkt. Im Einsatz waren und sind Kräfte der Berufsfeuerwehr, die Standorte Mitte, Tiefenbroich, Lintorf, Breitscheid, Hösel, der ABC-Zug, der IuK-Zug und die Führungsgruppe.

Die Füllarbeiten der Sandsäcke am Bauhof Robert-Zapp-Straße sind derzeit noch in vollem Gange. Unterstützt wird die Feuerwehr Ratingen derzeit von Kräften der Feuerwehr Hilden.

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