D: Feuerwehr betreut sterbenden Kamerad nach schwerem Motorradunfall
München (D): In einer Kurve auf der Eichenauer Straße kam heute Mittag, den 07. November 2010, ein Motorradfahrer zu Fall und rutschte in den Gegenverkehr.
Die Yamaha flog in den Acker. Der Fahrer kollidierte mit einem entgegenkommenden BMW. Dabei zog er sich schwere Kopf-, Wirbelsäulen- und Beckenverletzungen zu. Ein First Responderteam der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim Bahnhof begann mit der Erstversorgung, ohne zu bemerken, dass es sich bei dem Patienten um einen ihrer Kameraden handelte. Der Notarzt der Rettungswache West übernahm die Behandlung zusammen der Besatzung eines Rettungswagens des Malteser Hilfsdienstes. Die übergaben den Schwerverletzten an das Team des Christoph 1, das ihn dann in eine Klinik flog. Ein Betreuer des Kriseninterventionsteams betreute den unverletzten Fahrer des Pkw. Erst dann erkannte die First Responderbesatzung das Motorrad. Zurück im Feuerwehrgerätehaus kümmerte sich ein Seelsorger sowie andere Kameraden um die Ersthelfer.
Feuerwehr findet sterbenden Kameraden
Furchtbarer Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr: Die Männer versorgten ein schwer verletztes Unfallopfer – und erkannten erst später, dass es ein ihrer Kameraden war. Er starb im Krankenhaus.
Sein Gesicht war wohl so schwer verletzt, dass ihn niemand erkannte: Ein 39-Jähriger ist am Sonntagmittag, 7.11.2010, auf der Eichenauer Straße, nahe der Aubinger Lohe, verunglückt. Er war gegen 12 Uhr mit seinem Motorrad von Puchheim in Richtung Aubing unterwegs, als ihm ein BMW entgegen kam. Aus bisher unbekannten Gründen geriet der Motorradfahrer auf die linke Spur. Um einen Zusammenprall zu verhindern, bremste der 39-Jährige stark ab, kippte um und prallte an die untere Fahrzeugfront des BMW. Dabei zog er sich trotz Helm schwere Gesichtsverletzungen und eine Lungeneinblutung zu.
Weil alle Fahrzeuge der Münchner Feuerwehr im Einsatz waren, machte sich die Freiwillige Feuerwehr Puchheim-Bahnhof auf den Weg zum Unglücksort. Zwei Männer, das sogenannte First Responderteam, übernahmen die Erstversorgung des Opfers, das anschließend mit einem Hubschrauber in die Klinik geflogen wurde. Dort verstarb der Mann wenig später. Erst nachdem der Notarzt die Behandlung des Opfers übernommen hatte, konnten die Puchheimer Feuerwehrmänner einen Blick auf das Motorrad werfen. Sie erkannten es sofort: Der 39-Jährige, hauptberuflich Kraftfahrer, war ebenfalls Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof.
Die Männer des First Responderteams wurden nach dem Einsatz in der Feuerwache von Seelsorgern betreut. Auch andere Kameraden, die verständigt worden waren, nahmen dieses Angebot in Anspruch. Der unverletzte BMW-Fahrer wurde noch an der Unfallstelle von einem Kriseninterventionsteam psychologisch betreut.
