Sbg: Großbrand mit Gasexplosion auf Bauernhof in Mittersill

Mittersill (Sbg): Die Freiwillige Feuerwehr Mittersill wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 5. November 2010, zu einem Brand am Mittersiller Paßthurn durch die Landesalarm und -warnzentrale alarmiert.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mittersill rückten unverzüglich mit dem Einsatzleitfahrzeug und den Tanklöschfahrzeuge sowie dem Versorgungsfahrzeug aus. Bei der nächtlichen Anfahrt konnte bereits von weitem der Feuerschein durch die Feuerwehrmänner wahrgenommen werden. Somit wurden durch Einsatzleiter OFK Georg Scharler über die LAWZ Salzburg die Feuerwehren aus Hollersbach, Stuhlfelden und Uttendorf alarmiert.

Vor Ort angekommen, begannen die Mannschaften der Tanklöschfahrzeuge mit dem Löschangriff. Primäre Aufgabe war der Schutz des Wohngebäudes, welches sich in unmittelbarer Nähe des in Vollbrand stehenden landwirtschaftlichen Gebäudes befand. Für das Stallgebäude gab es keine Rettung mehr, dieses stand bereits in Vollbrand. Durch den raschen und effizienten Einsatz der gesamten Kräfte konnte jedoch das Wohnhaus geschützt werden.

Das Versorgungsfahrzeug der Feuerwehr Mittersill hatte den Einsatzbefehl, eine Wasserversorgung für die Tanklöschfahrzeuge aufzubauen. Das größte Problem war hierbei der akute Wassermangel, da sich in einem größeren Umkreis keine richtig brauchbare Wasserentnahmestelle befand. Die Mannschaften der Wasserversorgung mussten deshalb eine über 1.100 Meter lange Löschleitung von der Wasserentnahmestelle zum Brandobjekt verlegen. Die Wasserentnahmestelle war ein Gerinne im Bereich „Tannenhof/Tauernblick“, die Leitung verlief direkt neben der Paßthurn-Straße Richtung Einsatzort. Auch wurde ein Pendelverkehr eingerichtet, bei welchem Tanklöschfahrzeuge das Wasser an das Brandobjekt transportierten.

Im Einsatz standen an die 100 Männer und Frauen der genannten Feuerwehren, auch war die Polizei sowie das Rote Kreuz vor Ort. Der Landwirt wurde mit Verbrennungen im Gesichtsbereich und an den Händen ins Krankenhaus Mittersill gebracht – als er den Brand bemerkte, trieb er die Tiere – einen Esel und eine Ziege – aus dem brennenden Stall und verletzte sich dabei.

Der Einsatz stellte eine große Herausforderung für die Feuerwehrkräfte dar, das Retten des Wohngebäudes konnte durch die Fachkräfte jedoch erreicht werden. Auch kommt es bei solchen Einsätzen immer wieder zu gefährlichen Situationen, so explodierte zum Beispiel kurz nach Eintreffen der Feuerwehr eine sich im Stall befundene Gasflasche.
Die Feuerwehr Mittersill ist derzeit – 5.11., 10.30 Uhr – noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, welche vermutlich noch einige Stunden lang andauern werden. Die Brandursache ist unbekannt.

Ortsfeuerwehrkommandant Georg Scharler steht für weitere Auskünfte natürlich wie immer zur Verfügung (0664-1004442). Sollte noch Fotomaterial benötigt werden, dürfen Sie sich gerne an mich wenden – die Fotos im Anhang sind natürlich wieder für die Berichterstattung frei zu verwenden (by FF Mittersill).
ORF-BERICHT:
In der Nacht auf Freitag, 5. November 2010, ist auf einem Bauernhof in Mittersill (Pinzgau) ein Großbrand ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehren explodierte auch eine im brennenden Stall eingelagerte Gasflasche.
Um 2.38 Uhr wurden die Einsatzkräfte von dem Brand im Stallgebäude des Grubhofbauern auf dem Mittersill Sonnberg informiert. Insgesamt 100 Mann von vier Feuerwehren rückten an. Das größte Problem der Hilfskräfte sei der Wassermangel, sagt der Mittersiller Ortsfeuerwehrkommandant Georg Scharler: „Der Mittersiller Sonnberg ist spärlich mit Löschwasser besetzt. In 1.000 Metern Umkreis um den Grubhof ist keine richtig brauchbare Löschwasserversorgung.“

Über 1.000 Meter lange Löschwasserleitung: Deshalb wurden die Nachbarfeuerwehren alarmiert, die mit Tanklöschfahrzeugen anrückten: „Wir haben da eine 1.100 Meter lange Löschleitung gelegt und mit acht Tanklöschfahrzeugen wurde das Feuer unmittelbar bekämpft.“
Der Bauer selber hatte das Feuer im Stall bemerkt. Er trieb die Tiere – Schweine, einen Esel und eine Ziege – aus dem brennenden Gebäude.

Dabei erlitt er leichte Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung. Der Stall wurde bei dem Brand zerstört, das nahe stehende Wohnhaus wurde kaum in Mitleidenschaft gezogen. Die Ursache für das Feuer ist noch ungeklärt.
