Deutschland: 13 Verletzte bei Brand in Mehrfamilienhaus in Dortmund
Dortmund (Deutschland): Dramatische Szenen spielten sich am frühen Freitagmorgen, dem 5. November 2010, bei einem Brand in einem achtgeschossigen Mehrfamilienhaus in Dortmund-Wickede ab. Die Feuerwehr rettete 36 Menschen über Balkone, Fenster und Flur. 13 Personen wurden verletzt.
Der Brand brach am Herwingweg um kurz vor 6 Uhr in der Wohnung einer 23-jährigen Mutter aus, und zwar genau an der Wohnungstür. So war der Frau mit ihren beiden kleinen Kindern der Fluchtweg versperrt. Der Rauch drang schnell über das ganze Treppenhaus auch in andere Wohnungen ein, so dass die übrigen Bewohner zum Teil in großer Angst sich an Fenster und auf Balkone flüchteten. Die 23-Jährige rettete sich mit den zwei und drei Jahre alten Kindern ins Kinderzimmer am entgegengesetzten Ende der Wohnung und alarmierte neben der Feuerwehr auch ihren Lebensgefährten, der nur einige Häuser entfernt wohnt. „Sie hat alles richtig gemacht“, lobte Feuerwehrsprecher Thomas Osthoff.
Rettungsversuch scheiterte: Der 34-Jährige traf zeitgleich mit der Polizei und dem ersten Krankenwagen an dem Mehrfamilienhaus ein. Drei Polizisten und der ehemalige Lebensgefährte versuchten, die Mutter und die Kinder aus ihrer brennenden Wohnung zu retten, mussten aber angesichts der Flammen im Eingangsbereich aufgeben. Alle vier Retter atmeten dabei soviel Rauch ein, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Feuerwehr stieg über Leiter ins Kinderzimmer ein: Während die Feuerwehr den Brand im vorderen Bereich der Wohnung löschte, stiegen Feuerwehrleute über das Fenster in das Kinderzimmer der Wohnung ein und betreuten die Mutter mit ihren Kindern, bis die Flammen gelöscht waren. Die drei mussten anschließend ebenfalls mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Bewohner kehrten in Wohnungen zurück: Auch sechs weitere Bewohner des Hauses wurden durch den Rauch verletzt. Insgesamt rettete die Feuerwehr 36 Menschen aus dem Gebäude – über tragbare Leitern, Drehleitern und mit Fluchthauben durch den Flur. Die unverletzten Personen wurden in einem Bus betreut und konnten um kurz nach 8 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
