Deutschland: Jagd auf giftigen Hundertfüßer in Hennef
Hennef (Deutschland): Ein Kammerjäger hat einem giftigen Hundertfüßer in Hennef eingeheizt. Um dem entlaufenen Skolopender den Garaus zu machen, erhitzte er am Donnerstag, 21. Oktober 2010, die Raumtemperatur eines Mietshauses auf 55 Grad.
Damit sei die Wohnung jetzt garantiert insektenfrei, und auch der Skolopender dürfte die Heißluftattacke nicht überlebt haben, hieß es. Gefunden wurde er allerdings nicht. Ein Skolopender kann bis zu zehn Zentimeter lang werden. Sein Biss führt zu einer schmerzhaften Entzündung. Die Kosten der Heizjagd in Höhe von 7.000 Euro wird das Ordnungsamt dem Besitzer des Tieres in Rechnung stellen, wie ein Stadtsprecher sagte.
Der Tierhalter hatte vor drei Wochen selbst die Feuerwehr gerufen, als er das Verschwinden bemerkte. Seine Katze hatte offenbar der Behälter umgestoßen, in dem der Skolopender lebte. Die Feuerwehr versiegelte daraufhin die Wohnung, und der Tierhalter musste solange bei Freunden unterkommen. Verboten ist es nicht, einen giftigen Hundertfüßer als Haustier zu halten, sagte ein Polizeisprecher. Nur darf einem dann eben nicht der Eimer umkippen.
