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Stmk: Berufsfeuerwehr wehrt sich gegen Mehrarbeit

Graz (Stmk): Die Personalvertreter der Berufsfeuerwehren wehren sich gegen Mehrarbeit.

In einer Dienststellenversammlung geht es am Dienstag, den 5. Oktober 2010, in Graz um die zusätzlich eingeführten 24 Stunden-Dienste und die Abgeltung von Überstunden.

Klage bereits anhängig
Rund 150 Berufsfeuerwehrleute werden an der Dienststellenversammlung auf der Grazer Hauptwache am Lendplatz teilnehmen. Die Gewerkschaft informiert die Feuerwehrleute im Beisein eines Anwalts, wie man gegen die Ausdehnung der Arbeitszeit vorgehen will. Eine Klage beim Arbeitsgericht ist bereits anhängig.

Gerechte Abgeltung der Überstunden gefordert
Konkret wehren sich die Berufsfeuerwehrleute gegen weitere 24 Stunden-Dienste. Sie fordern außerdem die gerechte Abgeltung bereits geleisteter Überstunden.

„Zur Zeit arbeiten wir in der Berufsfeuerwehr in der Woche 61,5 Stunden. Und diese Wochenarbeitszahl soll erhöht werden auf 64,5. Wobei wir der Meinung sind, dass 61,5 Stunden genug sind. Auch wenn man sie in irgendeiner Form abgelten sollte, ist die Arbeitszeit hoch genug“, sagt Wolfgang Mohr, sozialdemokratischer Personalvertreter der Grazer Berufsfeuerwehr.

Grabner: Fit für die Zukunft machen
Junge Kollegen müssen seit 1. Juli im Jahr zwölf 24 Stunden-Schichten mehr leisten. Ältere Kollegen sechs Schichten mehr. Aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Sonja Grabner heißt es, das neue Dienstrecht sei ein Schritt in die richtige Richtung, um die Berufsfeuerwehr fit für die Zukunft zu machen.

14 neue Feuerwehrmänner seien aufgenommen worden, die Freiwillige Feuerwehr würde Aufgaben übernehmen. Außerdem würden heuer und 2011 3,4 Millionen Euro in eine bessere Ausrüstung investiert.

Alle Wachen trotzdem besetzt
Durch die heutige Dienststellenversammlung ist die Sicherheit der Grazer aber in keiner Weise gefährdet, sagt Personalvertreter Wolfgang Mohr. Alle Wachen sind besetzt: „Es braucht sich niemand fürchten in Graz. Durch diese Versammlung wird trotzdem die Berufsfeuerwehr in gewohnter Manier ausfahren und zu keinem Einsatz zu spät kommen.“

ORF.at

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