Brand

Oö: Großbrand Penny-Markt in Braunau

Braunau (Oö): Gegen 19:09 wurde die Feuerwehr Braunau am 1. Oktober 2010 mittels Pager-Sammelruf und Sirene zu einem
Brand in die Konrad-Meindl-Straße gerufen.

Da gleich mehrere Notrufe bei der Landeswarnzentrale in Linz eingingen wurde sofort mit dem Alarmstichwort „Brand Gewerbe/Industrie“ alarmiert. Zum Alarmierungszeitpunkt war gerade die Jugendübung beendet worden, daher befanden sich mehrere Einsatzkräfte Feuerwehrhaus. So konnte das Vorausfahrzeug (VRF) unverzüglich ausrücken.

Bereits bei der Anfahrt war eine enorme Rauchentwicklung sowie Flammen im Bereich des Gebäudes zu sehen. Da der Supermarkt verschlossen war, musste die Seitentür vom ersten Atemschutztrupp mittels Halligan-Tool gewaltsam geöffnet werden um einen Zugang ins Gebäude zu ermöglichen. Die Fahrzeuge RLF-A und TLF-A wurden auf der Rückseite des Supermarktes aufgestellt um die Wasserversorgung sicherzustellen.

Von dort aus wurde auch die schwere Brandschutztüre des Lieferanteneingangs mittels Motorflex geöffnet um einen weiteren Zugang für die AS-Trupps zu schaffen. Durch die enorme Hitzeentwicklung im Gebäudeinneren explodierten Haarspraydosen, sowie andere unter Druck stehende Behälter. Auch 12m lange Heizkörper fielen ohne Vorwarnung von der Decke herunter. Dies stellte ein besonderes Risiko für die eingesetzten Atemschutztrupps dar.

Zur Sicherstellung des Atemschutzeinsatzes wurden um 19:32 zusätzlich die Feuerwehren der „Alarmstufe 2“ durch die Einsatzleitung alarmiert. Unter Verwendung von 2 HD-Rohren wurde der Brand von den Atemschutztrupps unter Kontrolle gebracht. Zum endgültigen Ablöschen des Brandes wurde der Brandschutt unter Atemschutzeinsatz mittels Schiebetruhen aus dem Gebäude gebracht. Zusätzlich wurden Abluftöffnungen geschaffen und der Rauch mit Hilfe von Überdruckbelüftungsgeräten aus dem Gebäude geblasen. Durch das Aufstellen der Drehleiter und unter Verwendung der Wärmebildkamera konnte die Brandlast auf das Dach des Hauses kontrolliert werden. Das Einrichten einer Einsatzleitstelle sowie einer Atemschutz-Sammelstelle sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Einsatzes.
Die Salzburger Straße musste für die Dauer der Löscharbeiten im Bereich des Einsatzobjektes für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Josef Kaiser und Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Alois Wengler sowie Frau. Bgm. Neulinger Ingrid waren vor Ort und verschafften sich bei Einsatzleiter Klaus Litzlbauer einen Überblick über den Einsatzverlauf. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen und werden durch die Brandverhütungsstelle durchgeführt. Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Eingesetzte Einsatzkräfte:
• FF Braunau: KDO, VRF, TLF-A 4000, RLF-A 2000, DLK, LFB-A, LAST, MTF mit 30 Mann
• FF Ranshofen: KDO, TLF-A, LFB-A mit 25 Mann
• FF Haselbach: KDO mit 15 Mann
• FF Aching: KLF, KDO mit 9 Mann
• BTF AMAG: ULF, LFB mit 7 Mann

Feuerwehren des Landkreis Rottal-Inn:
FF Simbach, FF Erlach, FF Kirchberg, FF Egstetten mit insgesamt 9 Fahrzeugen und 56 Mann
Weitere Einsatzkräfte: Rotes Kreuz und Bundespolizei

Freiw. Feuerwehr Braunau

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