Technisch

Oö: Mini-Van gegen Wohnmobil in Gramastetten

Gramastetten (Oö): Die Kameraden der FF Gramastetten waren am 01. Oktober 2010 gerade mit Komplettierungsarbeiten im neuen Feuerwehrhaus beschäftigt, als um ca. 17.15 Uhr die Sirenen von Gramastetten aufheulten.

Unverzüglich verließen die Männer ihren „Arbeitsplatz“ um (hoffentlich zum letzten Mal) ins alte Feuerwehrhaus für einen Einsatz einzurücken. Dort angekommen stellte sich der Einsatzauftrag wie folgt dar: „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen, Linzerstraße in Gramastetten, Höhe Fa. Madlmayr/Zufahrt Linz AG“ Bereits ca. zwei Minuten nach der Alarmierung rückten die ersten Kameraden zur Unglücksstelle ab, wo sich ihnen im ersten Moment ein schlimmes Bild darbot. Ein mit vier Personen besetzter, aus Fahrtrichtung Linz kommender Mini – Van wollte von der Linzerstraße in Richtung Kreuzweg abbiegen und wurde dabei von einem aus Fahrtrichtung Gramastetten kommenden Wohnmobil, in dem sich zwei Personen befanden, frontal gerammt.

Obwohl zu Beginn Bilder von mehreren (vielleicht sogar schwer?) verletzen Personen durch die Köpfe der Einsatzkräfte spukten, konnte bald eine erste Entwarnung gegeben werden. Alle beteiligten Personen konnten aus eigener Kraft die Fahrzeuge verlassen und wurden durch die bereits anwesenden Rotkreuzkräfte erstversorgt. Zwischenzeitlich wurde durch die Feuerwehr der Brand-/Umweltschutz sichergestellt. (Brandschutz mittels Hochdruckrohr des Tanklöschfahrzeugs bzw. abdichten der Straßeneinläufe mit Gewebeplanen)

Die (bei Verkehrsunfällen) vorschriftsmäßig mitalarmierte zweite Feuerwehr mit hydraulischen Rettungsgerät (FF Lichtenberg) wurde bereits in der Anfangsphase wieder abbeordert, da sie nicht mehr am Unglücksort benötigt wurde.

Im Anschluss an die Versorgung und den Abtransport der Unfallopfer sowie die Datenaufnahme bzw. Unfalldokumentation durch die Polizei wurde mit den Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr begonnen.
Die Fahrzeuge wurden mittels unserer „Rangierroller Didifix“ in Position geschoben/gezogen um sie einzeln auf einen Abschleppwagen verladen zu können.

Nach der weiteren Säuberung der Unfallstelle und dem Wiederaufrüsten der Fahrzeuge wurde die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben und der Einsatz nach ca. 1,5 Std. beendet.
Die Feuerwehrleute rückten erleichtert ob des glimpflichen Ausgangs eines Einsatzes, bei dem durchaus mit viel schlimmeren Folgen gerechnet werden musste, wieder ins Feuerwehrhaus ein.

Trotz des erheblichen Sachschadens waren für alle Beteiligten an diesem Unglück alle verfügbaren Schutzengel im „Flugeinsatz“!

Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Gramastetten
19 Mann
KDO – F
MTF + Anhänger
LFB – A2
TLF 4000/160

Feuerwehr Lichtenberg
6 Mann
LFB – A1

Rotes Kreuz
6 Rettungstransportwagen
1 Krankentransportwagen
1 Notarzteinsatzfahrzeug

Polizei
3 Funkstreifen

Freiw. Feuerwehr Gramastetten

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