Deutschland: Debatte um die Überhosen für Atemschutzträger
Mauerstetten (Deutschland): Zu Diskussionen führte die geplante Anschaffung von Überhosen für Atemschutzgeräteträger bei der Feuerwehr Mauerstetten im Gemeinderat.
Feuerwehrkommandant und Ratsmitglied Günter Ziegler hatte zunächst betont, dass die Feuerwehr zwei weitere Atemschutzgeräte zur Vervollständigung der Rettungstrupps benötige – was etwa 2600 Euro kosten würde. Darüber hinaus sollten zur besseren Sicherheit der Atemschutzgeräteträger auch Überhosen angeschafft werden, die zwar noch nicht gesetzlich vorgeschrieben seien, jedoch von Verbänden gefordert würden. Die Kosten für 20 Überhosen würden sich auf 3200 Euro belaufen. Einstimmig und ohne weitere Diskussion befürworteten die Ratsmitglieder die Beschaffung der zwei Atemschutzgeräte im kommenden Jahr. Die Überhosen jedoch spalteten den Rat in zwei Lager.
Eine Gruppe meinte, dass nicht einmal die Feuerwehr in Kaufbeuren die Hosen angeschafft hätte. Und dass diese Hosen eventuell die so geschützten Überhosenträger zu riskanterer Vorgehensweise anregen könnte. Die Befürworter hielten entgegen, dass die beste Ausstattung zum Schutz der Feuerwehrleute zur Verfügung stehen müsse. Auf den Beschlussvorschlag von Bürgermeister Armin Holderried sprachen sich neun Ratsmitglieder für und sechs gegen eine Anschaffung zum jetzigen Zeitpunkt aus. Des Weiteren wurde bekannt gegeben, dass das etwa 40 Jahre alte Feuerwehrauto in Frankenried aufgrund eines Schadens an der Hinterachse nicht mehr durch den TÜV kam. Die Reparatur liege in einer Größenordnung von 2000 bis 3000 Euro. Der Gemeinderat beschloss, dass das Fahrzeug trotz der hohen Kosten noch einmal repariert wird, die Gemeinde sich aber längerfristig um ein Ersatzfahrzeug bemühen wird.
