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Bayern: Wegfall der Wehrpflicht führe zu Feuer am Dach

Deggendorf (Bayern): Wegfall der Wehrpflicht: Stadtbrandinspektor Schraufstetter warnt vor den Folgen. Verheerende Konsequenzen für die Freiwillige Feuerwehr und andere…

… Hilfsorganisationen befürchtet Stadtbrandinspektor Alois Schraufstetter bei einem Wegfall der Wehrpflicht: Denn dann würden auch die „Ersatzdienstler“ wegfallen, die eine sechsjährige Bereitschaftszeit bei der Feuerwehr dem Dienst an der Waffe vorziehen. Bei der Deggendorfer Feuerwehr gibt es gleich 25 von diesen „Ersatzdienstlern“ – bei insgesamt etwa 110 Aktiven. Wenn der Wehrdienst abgeschafft wird, bedeutet das für uns eine mittlere Katastrophe“, so der Feuerwehrkommandant und CSU-Stadtrat.

Bisher hatten alle jungen Männer die Wahl, anstelle des Dienstes in der Armee Zivildienst oder Ersatzdienst bei Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk (THW) zu leisten. Der gesamte, 24-köpfige ABC-Schutztrupp der Freiwilligen Feuerwehr Deggendorf rekrutiert sich aus Ersatzdienstlern. Sie sind bestens ausgerüstet, die Folgen von atomaren, biologischen oder chemischen Katastrophenfällen für die Bevölkerung abzumildern.

„Ich weiß nicht, wer den Katastrophenschutz sonst übernehmen soll“
Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Versorgung der Bevölkerung mit Jod-Tabletten beispielsweise nach einem Störfall in einem Atomkraftwerk, oder auch die Dekontaminierung von verstrahlten Personen. „Ich weiß nicht, wer diese Katastrophenschutz-Aufgaben sonst übernehmen soll“, so Schraufstetter. Eines gibt er offen zu: „Ich befürchte, dass sich die hohen Herren darüber noch keine Gedanken gemacht haben.“ Er fragt sich, wer dann helfen soll, wenn es beispielsweise in den Atomkraftwerken Temelin oder Ohu zu einem Störfall oder gar zu einem terroristischen Anschlag kommt.

idowa.de

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