Rettungsgassen: Wenn Hilfe nicht durchkommt

Göttlesbrunn (Nö): Nach der Karambolage Montagfrüh, 20.9.2010, auf der Ostautobahn (A4) bei Göttlesbrunn versperrten Autofahrer den Pannenstreifen. Die Einsatzkräfte gelangten nicht zu den Unfallautos. Die Feuerwehr fordert einmal mehr Rettungsgassen.
Feuerwehr braucht drei Mal so lange: Normalerweise dauert die Fahrt von der Zentrale der Feuerwehr Bruck an der Leitha zur Unfallstelle rund 15 Minuten. Montagfrüh brauchte die Feuerwehr Bruck aber mehr als 50 Minuten. Wäre jemand verletzt gewesen, wäre möglicherweise jede Hilfe zu spät gekommen, heißt es von der Feuerwehr. Mit der Einführung von Rettungsgassen könnten solche Fälle vermieden werden, sagte Franz Resperger, der Sprecher des Landesfeuerwehrverbands NÖ.
„Wie ein Reißverschluss, der aufgeht“: „Wenn von hinten Einsatzfahrzeuge auf das Stauende auffahren, könnten in einer Rettungsgasse die Fahrzeuge zwischen erster und zweiter Spur durchfahren“, erklärte Resperger das Prinzip. Eine Kolonne müsste langsam nach links fahren, die andere nach rechts.

„Das kann man sich vorstellen wie ein Reißverschluss, der aufgeht“, so Resperger weiter, „dazwischen fahren die Einsatzfahrzeuge durch.“ Es gebe bereits erste Erfolge auf der Südautobahn am Wechsel, wo dieses System bereits teilweise angewendet wird.
Die gängigen Pannenstreifen seien für große Einsatzfahrzeuge zu schmal, sagte Resperger weiter. Auch dieses Problem würde mit der Einführung von Rettungsgassen gelöst werden.
Vorstoß für eine Rettungsgasse in Nö (hier auf Fireworld.at ein Beitrag aus dem Jahr 2007)
Video zur Bildung einer Rettungsgasse
ORF Niederösterreich
