Österreich: ASFINAG-Konzept: Pannenstreifen als Fahrspur
Österreich: Die ASFINAG will in Verkehrsspitzenzeiten Pannenstreifen als zusätzliche Fahrspur nützen.
Derzeit wird ein Konzept ausgearbeitet, in NÖ für die Ostautobahn, die A4 zwischen Knoten Prater und dem Flughafen.
Zwei Autobahnabschnitte für Test vorgesehen
Die ASFINAG muss sparen: Anstatt Autobahnen ständig auszubauen, wird daher überlegt, den schon vorhandenen Pannenstreifen als Fahrspur zu verwenden.
Dabei denke man an die Verkehrsspitzenzeiten in der Früh und am Abend, um die Flüssigkeit des Verkehrs zu gewährleisten, heißt es von der ASFINAG.
Auf zwei Abschnitten wäre das teilweise möglich: Auf der A7 beim Knoten Linz in Oberösterreich und auf der A4 in Richtung Budapest zwischen dem Knoten Prater und dem Flughafen.
Freigabe nur mit Zustimmung der Polizei
Viele Fragen müssen vorher beantwortet werden: Sind die Pannenstreifen breit genug, nämlich 3,5 Meter? Gibt es Pannenbuchten in den betroffenen Abschnitten? Existieren Überkopfwegweiser und Kameraüberwachung? Denn der Pannenstreifen kann nicht automatisch freigegeben werden, wenn viel Verkehr ist, sondern nur in Abstimmung mit der Polizei.
Rettungsgasse für Notfall in Überlegung
Was passiert im Notfall? Wie kommen die Einsatzfahrzeuge zum Unfallort? Da wird überlegt, das Konzept der Rettungsgasse zu forcieren. Diese Fragen sollen in dem Konzept beantwortet werden, das Ende des Jahres fertig sein wird. Dann soll es mit Behörden und Gesetzgeber diskutiert werden.
ORF.at, 14. September 2010
