Technisch

Nö: Bergung eines tibetischen Yaks mit Hindernissen in Gießhübl

Gießhübel (Nö): Am 31. August 2010 um 10.13 Uhr wurde die Feuerwehr Gießhübl zu einer technischen Hilfeleistung „Bergung eines toten Stieres“ alarmiert. An der Einsatzstelle angekommen, wurde der Einsatzleiter vom Tierhalter in Kenntnis gesetzt,…

… dass eines seiner „tibetischen Yaks“ im Stall verendet sei und für den Abtransport durch die Tierkörperverwertung bis an den Straßenrand befördert werden muss. Dieser Auftrag klang zwar recht einfach, gestaltete sich aber aufgrund der Rahmenbedingungen recht schwierig, da der Unterstand in einem sehr steilen Gelände angelegt war. Weiters kam der starke Regen, welcher zu diesem Zeitpunkt herrschte, als sehr erschwerend dazu. Nach der ersten Erkundung durch den Einsatzleiter wurde festgestellt, dass es sich um ca. 110 Meter steiles, vom Regen aufgeweichtes Gelände handelte. Um mit der effektiven Tierbergung beginnen zu können, musste vorher ein ca. 3,5t schwerer Bagger, welcher für den ersten Bergeversuch verwendet wurde, mittels Seilwinde weggezogen werden, da sich dieser nicht mehr aus dem Schlamm selbst befreien konnte.

Zur Bergung wurde die gesamte Seillänge der Winde des 2. Rüstlöschfahrzeuges und in weiterer Folge alle Stahlseile, Ketten und Rundschlingen die auf 2 Rüstlöschfahrzeugen verpackt sind, sowie ein zusätzliches Stahlseil einer anwesenden Baufirma. Zuerst wurde der Bagger vor dem Stalleingang weggeschleppt und in weiterer Folge der Kadaver mit einer Rundschlinge befestigt und Richtung Straße gezogen.

Die verwendeten Seilverlängerungen mussten sukzessive ausgebaut werden. Letztendlich konnte eine Stelle erreicht werden, von welcher eine Abholung problemlos möglich war.
Aufgrund der starken Verschmutzung der Geräte wurde noch an der Einsatzstelle eine Grobreinigung vorgenommen. Nach den Bergearbeiten konnte nach rund 2 Stunden die Einatzbereitschaft wieder hergestellt werden.

Freiw. Feuerwehr Gießhübl

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