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Russland: Zahl der offenen Wald-Brände sinkt weiter

Moskau (Russland): In Russland haben Einsatzkräfte die schwersten Wald- und Torfbrände in der Geschichte des Landes weiter eingedämmt. Regenfälle um Moskau sollen weitere Erleichterungen bringen. Trotzdem gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung:

Viele Brände glimmen unterirdisch weiter. Im Nordwesten des Landes toben derweil – 16. August 2010 – Stürme.

Die Zahl der Wald- und Torfbrände in Russland geht weiter zurück. Offiziellen Angaben zufolge lodern zurzeit noch knapp 500 Feuer auf einer Fläche von 46.000 Hektar. ilfsmannschaften aus zehn Ländern unterstützen inzwischen die russischen Einsatzkräfte bei ihrem Kampf gegen die Flammen. Inzwischen hoffen die 166.000 Feuerwehrleute, Soldaten und Freiwilligen auch auf Hilfe von oben. Bereits heute Nachmittag sollen heftige Regenfälle das Moskauer Umland erreichen.

Feuer glimmen unterirdisch weiter: Experten warnen jedoch vor überzogenen Hoffnungen. Zwar könnten die Torffeuer im Moskauer Umland oberflächlich in Kürze gelöscht werden, unterirdisch würden die Flammen jedoch weiterglühen. Daran, so die Umweltexperten, könnten erst die Herbst- und Winterniederschläge durchgreifend etwas ändern. Zunächst aber hat sich der giftige Smog weitgehend verzogen, die Luft in Moskau hat sich wieder deutlich verbessert. Eine Rückkehr der Qualmwolke von den Torfbränden aus dem Moskauer Umland wollen die Meteorologen zurzeit allerdings nicht ausschließen. Es hänge alles davon ab, wie sich der Wind entwickle, sagte ein Vertreter der städtischen Umweltbehörde.

Stürme über dem Nordwesten des Landes: Zudem drohen durch die angekündigten Unwetter neue Probleme. Bereits heute Nacht tobten heftige Gewitterstürme im Raum St. Petersburg. Umgefallene Bäume behinderten den Bahn- und Autoverkehr und zerstörten etliche Stromleitungen. Zurzeit sind im Nordwesten Russlands immer noch 80.000 Menschen ohne Strom. Die Brände rund um die Atomforschungsanlage Sarow im Gebiet Nischni Nowgorod sind offiziellen Angaben zufolge unter Kontrolle. Zudem erklärte der Chef des russischen Atomenergiekonzerns Rosatom, alle radioaktiven Materialien seien in Sicherheit gebracht worden.

Tagesschau

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