Russland: US-Hilfe gegen Waldbrände eingetroffen, weniger Brände
Moskau (Russland): In Russland hat sich die Zahl der Brände verringert. Nach Angaben vom Samstag, 14. August 2010, brannten noch rund 500 Feuer. Am Vortag waren es noch über 600. Inzwischen traf Hilfsmaterial aus den USA ein.
In Moskau trafen am Samstag zwei schwere Frachtmaschinen aus den USA mit Feuerlöschausrüstung ein. Darunter seien auch Pumpen und Brandschutzkleidung für die Einsatzkräfte, wie der Fernsehsender NTW in Moskau berichtete. US-Präsident Barack Obama habe Kremlchef Dmitri Medwedew die technische Hilfe am Donnerstag telefonisch zugesichert, sagte der Vize-Chef der US-Botschaft in Moskau, Eric Rubin.
Die Atomanlagen des Landes waren nach Angaben von Zivilschutzminister Sergej Schoigu nicht mehr durch die Feuersbrunst bedroht.
Weiterer Rückgang: Wie seine Behörde mitteilte, verringerte sich die Zahl der Brände zum zweiten Mal innerhalb dieser Woche. Demnach brannten noch etwa 500 Feuer in Russland – auf insgesamt weniger Fläche. Bereits am Donnerstag, 12. August, hatten die Einsatzkräfte von einer leichten Entspannung gesprochen. Allerdings stellte sich die Lage dann am Freitag wieder schlimmer dar. Dann wurden 611 Feuer gezählt. Experten werfen den Behörden vor, die Katastrophe weiter nicht in den Griff zu bekommen. Kommentatoren sehen zudem eine Tendenz in den Staatsmedien, gezielt positive Nachrichten zu streuen.
Die Behörden hatten erst auf Druck der Umweltorganisation Greenpeace zugegeben, dass es auch in den von der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 verstrahlten Waldgebieten gebrannt hatte.
Am Freitag hatte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger bekanntgegeben, dass feuersichere Kleidung nach Russland unterwegs sei. «Unser Zubehör wird die russischen Brandbekämpfer schützen, während sie sich weiterhin grossen Gefahren aussetzen», sagte er.
