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Deutschland: Sächsische Feuerwehr fordert Steuernachlässe

Sachsen (Deutschland): Der Landesfeuerwehrverband Sachsen fordert Steuererleichterungen für Firmen, die freiwillige Feuerwehrleute beschäftigen. Vize-Vorsitzender Christian Kirsch bestätigte am Freitag, 6. August 2010, MDR INFO, dass es auch im Freistaat zu Problemen mit Arbeitgebern gekommen ist.

Feuerwehr-Kameraden sei es untersagt worden, ihren Arbeitsplatz für Feuerwehr-Einsätze zu verlassen. „Offiziell wird das kein Arbeitgeber zugeben und der Kamerad hat Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes.“ Deshalb, so Kirsch, sei hier der Gesetzgeber gefragt.

Gesetzgeber soll Freistellung erleichtern
Der Gesetzgeber müsse dafür sorgen, dass derartige Freistellungen erleichtert würden. Die bisherigen Erstattungen reichten nicht aus, um die tatsächlichen Verluste des Arbeitgebers auszugleichen. Kirsch sagte: „Wir als Landesverband könnten uns vorstellen, dass eine grundsätzliche Regelung getroffen wird, zum Beispiel Steuererleichterungen für Firmen, die Feuerwehrleute beschäftigen.“
Auch in Thüringen gibt es Probleme mit der Freistellung von Feuerwehrleuten. Der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, Alexander Blasczyk, sagte MDR INFO, tagsüber könnten die notwendigen Feuerwehr-Einheiten „nur mit Mühe“ besetzt werden. „Diese Problematik verschärft sich schon seit Jahren.“ Man habe immer größere Probleme, die Einsatzbereitschaft sicherzustellen.

Sachsen-Anhalt: Pendelei ist das größere Problem
Das Innenministerium in Sachsen-Anhalt erklärte zu derartigen Berichten, auch aus Feuerwehrkreisen in Sachsen-Anhalt sei davon gelegentlich zu hören. Ministeriumssprecher Martin Krems sagte MDR INFO, man kenne aber keine konkreten Fälle. Von einem Massenphänomen sei nicht auszugehen. „Die Feuerwehren, die Probleme haben, ihre Einsatzbereitschaft sicherzustellen, das sind Feuerwehren im ländlichen Raum.“ Dort sei das Problem stets, dass die freiwilligen Feuerwehrleute zu ihren Arbeitsplätzen „wegpendeln“ müssten. Die Einsatzbereitschaft sei tagsüber nicht vorhanden, weil die Feuerwehrleute nicht am Ort arbeiteten.

MDR Nachrichten

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