Stmk: Flugzeugnotlandung mit mehreren schwer Verletzten
Kapfenberg (Stmk): Notlandung eines Flugzeuges des Typs Cessna am Rande der Landebahn mit mehreren verletzten Personen, sowie Austritt von Treibstoff aus einer Tragfläche, so lautete die Übungsannahme am 31. Juli 2010 am Flugplatz Kapfenberg.
Um ca. 14.10 Uhr wurde von der Betriebsleitung am Flugplatz der Notruf über Festnetz über die Notrufnummer 122 an die Bezirks Florianstation abgesetzt. Laut Alarmplan wurde von der Florianstation die zuständige Feuerwehr Kapfenberg-Hafendorf über Sirene alarmiert. Zeitgleich wurde der Notruf auch an die Bezirksleitstelle des Roten Kreuz und an die Exekutive abgesetzt.
In der Erstphase wurde der Brandschutz über den am Flugplatz stationierten 250 kg Pulverlöschanhänger und dem Flugplatzpersonal sichergestellt.

Nach dem Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle wurde unverzüglich der Kontakt zur Betriebsleitung am Flugplatz hergestellt und die Lage erkundet. Vom Einsatzleiter wurde bereits während der Erkundung der Haupthahn für die Benzinzufuhr im inneren des Cockpit geschlossen.
Es wurden drei verletzte Personen im inneren der Maschine vorgefunden sowie ein Verletzter im Außenbereich des Flugzeuges. Des Weiteren wurde auch Treibstoffaustritt aus der linken Tragfläche festgestellt. Durch den Treibstoffaustritt bestand höchste Explosionsgefahr sowie eine Gefährdung der Umwelt, da es sich um ein Brunnenschutzgebiet der Zone 1 handelt.

Vom Einsatzleiter der Feuerwehr wurde der Aufbau einer Einsatzleitung mittels MTF angeordnet. Die weiteren Einsatzkräfte führten auf Grund der Explosionsgefahr eine Crashbergung der verletzten Personen durch. Während dessen wurde die Maschine gesichert und die Gefahrenzone abgesperrt. Um die Explosionsgefahr zu minimieren wurde unter dem Flugzeug ein Schwerschaumteppich mittels HD Rohr aufgebracht. Der austretende Treibstoff wurde mit einer Plane und einer Auffangwanne provisorisch gebunden.
Vom Überflurhydranten wurden zwei Zubringleitungen zum TLF hergestellt. Während der Übung wurde der Brandschutz vom TLF über den Dachmonitor sichergestellt. Die verletzten Personen wurden von den Feuerwehrsanitätern erstversorgt und bis zum Eintreffen des Roten Kreuz betreut.

Die gesamte Übung verlief für alle Beteiligten sehr zufrieden stellend. Im Anschluss an die Übung wurden die Einsatzkräfte noch auf wichtige technische Einrichtungen und Sicherheitsvorrichtungen unterwiesen.
Das Kommando der Feuerwehr Hafendorf möchte sich auf diesem Wege nochmals bei allen Beteiligten recht herzlich bedanken!
Detail am Rande: Innerhalb von nur sechs Tagen musste die Feuerwehr Hafendorf Anfang Juli zu zwei Flugzeugnotlandungen ausrücken, welche die Wichtigkeit solcher Übungen bestätigen.
