Portugal: Feuerwehr kämpft mit schweren Waldbränden
Portugal: Nach einer mehrtägigen Hitzewelle sind in Portugal zahlreiche Waldbrände ausgebrochen. Rund 900 Feuerwehrleute kämpften am Dienstagmorgen, 27. Juli 2010, um insgesamt 15 grosse Feuer in den Bezirken Porto, Viana do Castelo, Braga, Guarda und Aveiro in den Griff zu bekommen.
«Obwohl die Wetterbedingungen für die Feuerbekämpfung nicht günstig sind, hoffen wir dank all unserer Bemühungen, die meisten Probleme in den kommenden Stunden lösen zu können», sagte die Sprecherin der Zivilschutzbehörde Patricia Gaspar der Nachrichtenagentur Lusa. Am Montag, 26. Juli, waren der Behörde zufolge 7700 Helfer im Einsatz, um mehr als 400 Waldbrände im Norden und im Zentrum des Landes zu löschen. Der Zivilschutz rief die Bevölkerung zu äusserster Vorsicht auf und warnte davor, «jegliches Feuer anzuzünden».
In einer Gemeinde im Zentrum des Landes versetzte ein Waldbrand die rund 900 Einwohner in Panik. Die Flammen kamen am späten Montagabend bis auf wenige hundert Meter an das Dorf Parada de Gonta heran. «Viele Menschen sind vor lauter Angst ohnmächtig geworden, es gab Panik, totales Chaos», erzählte Dorfbewohner Pedro Xavier der Nachrichtenagentur Lusa. 188 Feuerwehrleute kämpften auch nach Einbruch der Dunkelheit gegen die sich rasch ausbreitenden Brände.
Bei den Löscharbeiten wurden Angaben des Zivilschutzes 51 Fahrzeuge eingesetzt. Über dem Dorf 100 Kilometer südöstlich von Porto lag den Angaben zufolge am späten Abend eine dichte Rauchdecke. Das Feuer war in einem Waldgebiet zehn Kilometer nördlich des Dorfes ausgebrochen.
In der Hauptstadt Lissabon erreichte die Quecksilbersäule die 41-Grad-Marke. Temperaturen um die 40 Grad wurden auch in anderen Teilen des Landes gemessen.
