Brand

Deutschland: Großeinsatz für die Feuerwehren im Globus-Werk in Ahrensbök

Ahrensbök (Deutschland): Ein Feuer hat am Montagnachmittag, 19. Juli 2010, Schäden in einer Produktionsstätte der GLOBUS-Werke in Ahrensbök (Kreis Ostholstein) verursacht. Durch einen defekten Endabschalter war ein Schleifstein zu weit…

… gefahren und hatte im Maschinenantrieb eine Funkenbildung verursacht. Mit der Absaugung des Schleifstaubes gelangten die Funken in die Förderkanäle der Absauganlage und entzündeten dort den Gummistaub. Die alarmierte Feuerwehr öffnete den betreffenden Absaugkanal, um die glühenden Gummireste zu entfernen. Der so in den Kanal einströmende Sauerstoff sorgte dann für eine nicht vermeidbare Durchzündung der Gummireste. Unter Atemschutz musste das Rohleitungssystem auseinander gebaut, und entleert werden. Die einzelnen Röhrenteile wurden aus dem Gebäude gebracht und dort mit Pulverlöschern abgelöscht und gekühlt.

Für die Arbeiten war eine große Anzahl an Atemschutzgeräteträgern erforderlich. Deshalb wurden alle Ortsfeuerwehren der Gemeinde Ahrensbök alarmiert. Im Verlauf de Einsatzes wurden noch zusätzliche Atemschutzgeräteträger aus Eutin angefordert. Mit einer Wärmebildkamera konnten die erhitzten Bereiche im Rohrleitungssystem aufgespürt, und gezielt ausgebaut werden. Den Einsatz leitete der Stellvertretende Gemeindewehrführer der Gemeinde Ahrensbök, Heino Klüß. Auch Ostholsteins Kreiswehrführer Ralf Thomsen machte sich vor Ort ein Bild von den erfolgreichen Löscharbeiten. Insgesamt waren 110 Kräfte der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Durch das besonnene Vorgehen der Feuerwehr konnte ein Gebäudeschaden nahezu vermieden werden. Dennoch wird der Firma nach Angaben ihres Werkleiters ein Produktionsausfall von etwa 3 Schichten entstehen.

Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Auch für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Trotzdem hatte sich die Einsatzleitung frühzeitig entschlossen, die Bevölkerung vorsorglich per Rundfunkdurchsage zu warnen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen 22.15 Uhr konnte die Einsatzleitung „Feuer aus“ an die Rettungsleitstelle melden. Vorsorglich verblieb noch eine Brandwache an der Einsatzstelle.

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