Deutschland: Feuerwehrmann durch Löschschaum verletzt
Haller (Deutschland): Acht Feuerwehren bei Brand eines Sperrmülllagers auf Mülldeponie Hailer im Einsatz – Blitz schlägt in Kassel in Dachstuhl
Bei dem Brand auf der Mülldeponie in Hailer ist ein Feuerwehrmann, der beim Einsatz Löschschaum in die Augen bekam, verletzt worden. Wie Kreispressesprecher Lennart Meyer auf Anfrage dem GT mitteilte, sei der Mann in einem Rettungswagen noch am Einsatzort versorgt worden. Weitere Einsatzkräfte seien nicht verletzt worden. Die Brandursache stehe nicht zweifelsfrei fest.
Der Brand in einem Sperrmülllager war am Montag, 12. Juli 2010, gegen 21 Uhr ausgebrochen. Aufgrund der großen, weithin sichtbaren Qualmwolke wurden mehrere Feuerwehren alarmiert. Im Einsatz waren neben den Wehren aus Hailer, Meerholz, Haitz und Höchst auch die Truppe aus Bad Orb, die mit einem Löschfahrzeug anrückte, die Feuerwehr Somborn, die eine Drehleiter zur besseren Brandbekämpfung mitbrachte, sowie Feuerwehrkräfte aus Hanau und Wächtersbach, die an Ort und Stelle Schadstoffmessungen vornahmen. Tatsächlich enthielt der Qualm keine besonderen giftigen Stoffe. Vorsorglich waren die Anwohner per Radio dazu aufgefordert worden, Fenster und Türen sicherheitshalber geschlossen zu halten.
Die Einsatzkräfte konnten den lodernden, ungefähr 60 Kubikmeter großen Sperrmüllhaufen, der zum größten Teil aus alten Möbelstücken und behandeltem Holz bestand, fachgerecht auseinanderziehen und ablöschen. Die meisten Feuerwehrleute konnten ihren Einsatz gegen 3.30 Uhr beenden und abziehen. Eine Brandwache achtete bis gestern morgen 11 Uhr darauf, dass sich das Feuer nicht noch einmal entzündet. Dabei kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz.
Die Ursache des Feuers ist nicht bekannt, Spezialisten der Polizei ermitteln. Als möglicher Auslöser wird angesichts der hohen Temperaturen entweder eine Selbstentzündung angenommen oder ein Blitzschlag. Am Abend war über das Kinzigtal ein Gewitter hinweggezogen.
Dieses Gewitter steht als Auslöser eines zweiten Brandes am Montagabend, 12.7.2010. im Biebergemünder Ortsteil Kassel fest: Hier schlug der Blitz in den Dachstuhl eines Zweifamilienhauses ein. „Was war das für ein Schlag?“, werden sich die Bewohner dieses Hauses wohl gefragt haben. Dass aber tatsächlich der Blitz in das Dach ihres Anwesens an der Wilhelmstraße eingeschlagen und das Gebälk in Flammen gesetzt hatte, erfuhren die Hausbewohner nach Polizeiangaben erst von Nachbarn. Die sofort herbeigeeilte Feuerwehr hatte das brennende Gebälk schnell abgelöscht, wodurch eine Gefährdung für andere Gebäude vermieden werden konnte. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, der Schaden beläuft sich allerdings auf geschätzte 50000 Euro.
