Oö: 16 Feuerwehren bei Lagerhallenbrand in Andorf im Einsatz
Andorf (Oö): In Andorf (Bezirk Schärding) hat am Dienstag, 6. Juli 2010, der Großbrand einer 5.000 Quadratmeter großen Halle die Feuerwehren in Atem gehalten. Die Flammen drohten, auf angrenzende Betriebe überzugreifen.
Das Feuer brach kurz nach Mittag in der neu errichteten Halle aus. Auslöser dürften Schweißarbeiten bei einer Dachfolie gewesen sein. Die Arbeiter, die den Brand bemerkten, versuchten zunächst noch selbst, die Flammen zu löschen, jedoch ohne Erfolg.
15 Feuerwehren aus der Umgebung mussten schließlich anrücken, um die Flammen zu bekämpfen. Sorgen bereitete den Einsatzkräften vor allem der starke Wind. Es bestand die Gefahr, dass die Flammen auf einen Zimmereibetrieb und eine Tischlerei in unmittelbarer Nähe übergreifen. Dies konnte verhindert werden. Lediglich einzelne Glutnester mussten am Dienstagnachmittag noch bekämpft werden. Die Firma, der die neue Halle gehört, hätte in wenigen Wochen den Betrieb aufnehmen sollen. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Bericht der FF Andorf:
Zu einem Brand nach Basling wurden die Feuerwehren von Andorf, kurz nach Mittag, des 6. Juli 2010 gerufen. Tiefschwarze Rauchwolken waren bereits bei der Anfahrt zum Einsatzort zu sehen und war für den Einsatzleiter nach Erkundung der Lage sofort klar, dass mehr Feuerwehren benötigt werden, es wurde deshalb Alarmstufe 3 ausgelöst. Somit rückten insgesamt 16 Feuerwehren zum Einsatzort an.
Ein neu errichtetes, halb fertiges Betriebsgebäude hatte im Bereich des Daches Feuer gefangen und hatte sich der Brand rasch über den gesamten Gebäudekomplex ausgebreitet. Vorerst konnten mit den Tankfahrzeugen die Flammen niedergeschlagen werden und so ein Übergreifen auf einen nahen Zimmereibetrieb, bzw. eine Tischlerei verhindert werden.

Nachdem die Löschwasserversorgung über mehrere hunderte Meter, von zwei Teichen, aufgebaut worden war und die Wasserversorgung damit gesichert war, wurde mit einem umfassenden Löschangriff begonnen. Zu Hilfe kamen den Einsatzkräften dabei vor Ort befindliche Gelenkshebebühnen, durch deren Einsatz ein effizienter Löscherangriff von oben auf das Dach erfolgen konnte. Nach etwa 2 Stunden war der Brand unter Kontrolle und konnte ein Teil der eingesetzten Kräfte abgezogen werden.

Mittels Wärmebildkamera wurden dann auch letzte Glutnester aufgespürt und abgelöscht. Zurzeit sind Brandermittler der Polizei vor Ort, um die genaue Brandursache zu klären. Der entstandene Sachschaden ist erheblich und dürfte mehrere hunderttausende Euro betragen.
