Technisch

D: Wasserrettungseinsätze am laufenden Band-> 2-jähriger Bub vermisst

München (D): Gestern Samstag, den 5.Juni 2010 kam es ab dem späten Nachmittag zu einer Anhäufung von Wasserrettungseinsätzen auf der Isar und den Seitenbächen.

UPDATE: 06.06.2010, 15.55 Uhr

Einsatz 1:
Um 16.21 Uhr alarmierten besorgte Bürger die Polizei und die Einsatzkräfte der Feuerwehr München zu einem offenbar in Wassernot geratenem Schlauchboot. Zu diesem Einsatz alarmierte die Feuerwehr zwei Löschzüge sowie die zwei
Wasserrettungseinheiten. Noch vor Ankunft der Einsatzkräfte an der Großhesseloher Brücke, hatte die Polizei die vierköpfige Besatzung des Bootes über Zuruf an Land beordert. Wie sich herausstellte war das Boot nicht in Not geraten, der gesamten Crew jedoch die Weiterfahrt aufgrund der erheblichen Gefahr untersagt worden.

Einsatz 2:
Knapp zehn Minuten später, um genau 16.32 Uhr alarmierte die Leitstelle noch auf der Anfahrt zur Großhesseloher Brücke die Einheiten Wasserrettung der Feuerwache „Pasing“ in die Quellenstraße. Parallel dazu wurde auch der Löschzug der Hauptfeuerwache hinzugezogen. Bei einer Familienfeier vermisste die Familie um ca. 16.00 Uhr den zweieinhalbjährigen Emiroglu. Nach einer halbstündigen, intensiven Suche durch die Feiergesellschaft, riefen die Angehörigen die Polizei und die Feuerwehr an. Da sich in der Nähe der Auer Mühlbach befindet, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der kleine Junge aus Versehen in den reißenden Bach gefallen war. Die Polizei leitete sofort eine Öffentlichkeitsfahndung ein. Die gesamte Umgebung, inklusive der Wohnadresse wurden ohne Erfolg kontrolliert. Die Feuerwehr sichtete den gesamten Bachverlauf, begonnen an der Quellenstraße bis hin zum bachabwärts gelegenen Kraftwerk an der Muffathalle. Im weiteren Einsatzverlauf wurde der Bachbereich bis hin zum „Maxwerk“, einem dem Maximilianeum nahe gelegen Kraftwerk, abgesucht. Mit einer eigens nachgeforderten Unterwasserkamera konnte das Stauwehr und die Rechenanlage an der Muffathalle ohne Befund abgefilmt. Um mit endgültiger Gewissheit sagen zu können ob sich der Junge in diesem Abschnitt befindet, wurde in Zusammenarbeit mit den städtischen Flussmeistern und dem Betreiber des Wasserkraftwerkes der Wasserstand abgesenkt. Die Absenkungsbereich erstreckte sich beginnend vom Tierpark Hellabrunn bis hin zum „Maxwerk“. Währenddessen beobachteten die Besatzungen der Feuerwehrfahrzeuge weiterhin den Bachverlauf. Kurz nach 21.00 Uhr war es dann möglich das Bachbett, beginnend an der Quellenstraße mit Wathosen abzusuchen. Auch hier fanden die Einsatzkräfte keinen Hinweis auf den vermissten Buben. Abschließend sichtete ein Feuerwehrtaucher noch den drei Meter tiefen Saugschacht der Turbine, wiederum ohne Erfolg. Die Suche nach dem zweieinhalbjährigen Jungen wurde ergebnislos um 23:15 Uhr abgebrochen. Heute Morgen haben die Einsatzkräfte erneut mit der Suche nach Emiroglu begonnen. Die Angehörigen werden von zwei Kriseninterventionsteams betreut.

Update: Die Suche der Feuerwehr am Auermühlbach, nach dem vermissten zweieinhalbjährigen Jungen, zwischen der Quellenstraße und dem Maxwerk wurde nach intensiven Bemühungen um 15:20 Uhr ergebnislos abgebrochen. Über die weitere Vorgehensweise entscheidet die Polizei.

Einsatz 3:
Der dritte Einsatz geschah an nahezu der gleichen Stelle wie der Erste. Um 18.00 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die zweite Wasserrettungseinheit vom laufenden Einsatz an der Muffathalle weg. Auch die Feuerwache „Sendling“ fuhr zu dem in Schwierigkeiten geratenen Kajakfahrer. Über zehn Minuten lang kämpfte ein 50-jähriger Sportpaddler aus Ravensburg in
einer Wasserwalze an der Großhesseloher Brücke um sein Leben. Während seiner eigenen Rettungsversuche alarmierte ein Passant die Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und der BRK Wasserwacht. Bei Ankunft der Feuerwehr lag der völlig erschöpfte Mann bereits am Ufer. Nach einer Erstversorgung durch den anwesenden Notarzt wurde der Patient mit einer Vielzahl an Schürfwunden und einer massiven Unterkühlung in eine Münchener Klinik gebracht.

BF München

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert