Übungen

Nö: Abschlussübung – Menschenrettung nach Verkehrsunfall

Korneuburg (Nö): Im Hinblick auf die vergangenen Übungsveranstaltungen stellte die Technische Übung des 1. Zuges den Abschluss der Ausbildungsreihe „Menschenrettung aus KFZ“ dar. Bei der Einsatzübung am 08. April 2010 wurde die Themen „Menschenrettung mit hydraulischem Rettungssatz“ und die Bergung, also das „Freimachen von Verkehrsflächen“, realistisch umgesetzt.

Übungsszenario:
Auf der ehemaligen Bundesstraße B305 ist es zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen gekommen. In Folge dessen überschlug sich ein Pkw und kam, auf dem Dach liegend, auf einer Betonleitwand zum Liegen. Der Lenker des anderen Unfallfahrzeuges wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Bevor dieser das Bewusstsein verloren hatte, konnte er noch einen Notruf absetzen.

Alarmierung:
Die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg wird über die Hausalarmanlage und das Einsatzleitsystem zu einem „T3-VU mit mehreren eingeklemmten Personen“ alarmiert. Gemäß Ausrückeordung verlassen KDO-Voraus (1:4), TLFA-T (1:5), SRF (1:1) und das ASP (1:1) das Feuerwehrhaus.

Menschenrettung:
Der Lenker des ersten Unfallfahrzeuges ist in seinem auf dem Dach liegenden Pkw eingeklemmt. Der Abschnittsleiter für den Bereich „Menschenrettung“, OLM Werner Weingartshofer, lässt nach der Erkundung:
• die Unfallstelle absichern,
• den Brandschutz aufbauen,
• das Fahrzeug unterbauen und
• eine fahrerseitige Betreuungsöffnung schaffen.

Die Gesamteinsatzleitung übernimmt der ebenfalls eingetroffene HLM Wolfgang Pfeiler. Die nachrückenden Kräfte unterstützen die Mannschaft des Vorausfahrzeuges bei deren Tätigkeiten und nehmen vom SRF einen zweiten hydraulischen Rettungssatz (weitere Öffnung im Bereich der Beifahrerseite) vor. Um den Patienten optimal betreuen zu können, begibt sich ein Feuerwehrmitglied in das Unfallwrack.

Nach der Sicherung des Unfall-Pkws durch Steckleitern gegen „wegrutschen“ wird die Person schonend über die Beifahrerseite gerettet, auf eine Schaufeltrage gebettet und (fiktiv) dem Rettungsdienst übergeben. Abschließend wurde konstruktiv Kritik geübt und sämtliche durchgeführten Tätigkeiten mit der Gesamten Mannschaft ausführlich erklärt.

Resümee:
Nach ca. 45 Minuten war die Menschrettung aus der doch spektakulären Unfalllage abgeschlossen. Als Vorbild für die Übungsgestaltung war ein in ähnlicher Form vorgefallener Verkehrsunfall herangezogen worden. Trotz der außergewöhnlichen Unfalldarstellung war die Menschenrettung rasch und professionell erfolgt. Bei derartigen Szenarien sind bei späterer Betrachtung mehrere Lösungswege möglich, jedoch obliegt die Entscheidung dem ersteintreffenden Gruppenkommandanten.

FF Korneuburg

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