D: Feuerwehr berät über weiteres Vorgehen bei Suche nach Kobra
Mühlheim an der Ruhr (Deutschland): Die in einem Wohnhaus in Mülheim an der Ruhr entwichene giftige Kobra ist weiterhin verschwunden. Experten der Feuerwehr wollten im Laufe des Sonntags, 21. März 2010, über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Volker Wiebels, Pressesprecher der Stadt Mülheim.
Das etwa 30 Zentimeter lange Jungtier war in der Nacht zum Donnerstag aus seinem Terrarium entkommen und wurde seitdem nicht mehr gesehen. In der inzwischen leer geräumten und entkernten Wohnung des Schlangenbesitzers untersuchte die Feuerwehr am Sonntag mit Hilfe eines Endoskops sämtliche Löcher und Ritzen, ohne auf das Tier zu stoßen. Auch die zwei evakuierten Wohnungen in den darunter liegenden beiden Etagen wurden mit dem Endoskop durchsucht. Die Feuerwehr geht aber weiterhin davon aus, dass die Schlange noch im Haus ist und sich in eine warme Ecke verkrochen hat.
Der Besitzer hatte die Schlange erst vor etwa einer Woche auf einer Reptilienbörse erworben. Es handelt sich um eine hochgiftige Monokelkobra, deren Biss innerhalb von vier Stunden tödlich sein kann. Vorsorglich beschaffte die Feuerwehr ein Antiserum, das in einem Mülheimer Krankenhaus bereitgehalten wird.
Nach Angaben der Feuerwehr kann die Schlange ohne Nahrung bis zu sechs Wochen überleben. Es werde erwogen, dass die Mieter für diesen Zeitraum bei Freunden und Verwandten unterkommen und ihre Wohnungen nicht betreten, «bis sich das Problem biologisch gelöst hat», sagte Wiebels.
