Sbg: Mühsam zu löschender Waldbrand bei Muhr
Muhr (Sbg): Der hartnäckige Waldbrand bei Muhr (Lungau) konnte Freitagnachmittag, 19. März 2010, gelöscht werden. Seit Donnerstagvormittag kämpften Feuerwehrleute und Hubschrauberbesatzungen gegen die Flammen auf 70 Hektar im Steilgelände eines Bergwaldes.
Es waren äußerst schwierige Löscharbeiten. Hubschrauber von privaten Betreibern und des Bundesheeres transportierten pausenlos Löschwasser in die sehr trockene, südseitig gelegene Hochregion. Zusätzlich zum Wind, der das Feuer immer wieder anfachte, bestand Steinschlaggefahr für die darunter liegenden Gebäude – durch das Löschwasser und die Temperaturunterschiede. Das Löschwasser war aus einem nahegelegenen Stausee zur Brandstelle zu bringen. Das Bundesheer stand ebenfalls im Einsatz – mit einem Bell-Transporthubschrauber, sagt Gerald Gundl, Pressesprecher des Heeres: „Es sind 800 Liter, die pro Flug und Maschine abgelassen werden können.“
Zusätzlich zu den Hubschraubern waren seit auch am Freitag wieder viele Feuerwehrmänner direkt im Steilhang im Einsatz, schildert Hannes Pfeifenberger vom Lungauer Bezirksfeuerwehrkommando: „Sie löschen im Einzelkampf die Glutnester ab und suchen nach versteckten Nestern. Man muss bei einem solchen Brand jeden Quadratzentimeter ablöschen.“ Das steile Gelände hat die Löscharbeiten sehr erschwert. Außerdem musste der Hang ständig beobachtet werden, denn direkt unterhalb stehen etliche Gebäude, so Pfeifenberger: „Die Gefahr ist klassischer Steinschlag wegen der Temperaturunterschiede.“
Mit einer akuten Steinschlaggefahr sei mittlerweile nicht mehr zu rechnen, sagt Philipp Santner, Katastrophenreferent der Lungaueer Bezirkshauptmannschaft: „Der Landesgeologe hat festgestellt, dass keine akute Gefahr vorhanden ist. Wir beobachten den Steilhang aber weiterhin.“ Als nächstes sind die Wildbach- und Lawinenverbauung sowie die Forsttechnik am Zug. Immerhin sind rund 70 Hektar Wald betroffen.
