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Italien: Feuerwehr kämpft gegen Ölpest in Italien

Italien: Die italienische Feuerwehr und zahlreiche Helfer versuchen verzweifelt, den nach einem Sabotageakt entstandenen riesigen Ölteppich auf dem Po und seinem Nebenfluss Lambro einzudämmen.

Unter anderem bei Piacenza und bei Cremona wurden schwimmende Barrieren errichtet, wie die Behörden mitteilten. In einer Ex-Raffinerie nahe Monza nördlich von Mailand waren am Dienstagmorgen, 23. Februar 2010, von Unbekannten die Schleusen eines Öllagers geöffnet worden. Über den Fluss Lambro gelangte der Ölteppich nach Piacenza und erreichte am Donnerstagnachmittag Cremona.

Auch weiter flussabwärts wappneten sich die Stadtverwaltungen: Es werde alles dafür getan, Umweltschäden möglichst zu vermeiden, sagte der Verantwortliche für Fischfang in der Region Venetien im Nordosten Italiens mit Blick auf den Tourismus und die Fischereiwirtschaft. Dort gingen zwei Schiffe im Po vor Anker, um den Ölteppich abzuhalten. Umweltorganisationen befürchten auch eine mögliche Grundwasserverschmutzung und kritisieren die Maßnahmen der Behörden als unzureichend und verspätet. Der Po ist rund 650 Kilometer lang und mündet in der Adria.

Unklarheit herrschte zunächst auch über die näheren Umstände des Sabotageakts. Umweltministerin Stefania Prestigiacomo appellierte an die Behörden, die Verantwortlichen schnell ausfindig zu machen. Es handele sich um „einen Anschlag auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen“, erklärte sie laut der Nachrichtenagentur ANSA.

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