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Deutschland: Zahlreiche Tote bei Brandunfällen an Weihnachten

Deutschland: Mindestens neun Menschen sind bei Wohnungsbränden an den Weihnachtsfeiertagen 2009 in Deutschland ums Leben gekommen. Weitere drei Opfer, eine Mutter und ihre zwei Söhne, starben offenbar an einer Kohlenmonoxidvergiftung in Frankfurt am Main.

Das schwerste Brandunglück ereignete sich am frühen Freitagmorgen in Unna (Nordrhein-Westfalen), wo mindestens fünf Menschen in den Flammen umkamen.

Der Brand brach aus unbekannter Ursache in der Nacht zum Freitag in einem Zweifamilienhaus im Stadtteil Königsborn aus. Dort lebten drei Generationen unter einem Dach. Gemeldet sind dort ein älteres Ehepaar und eine vierköpfige Familie. Ein 56-jähriger Mann und eine Frau überlebten schwer verletzt. Er konnte sich gegen 04.40 Uhr aus dem brennenden Haus retten und per Handy die Feuerwehr alarmieren. Der Mann war nach Stunden außer Lebensgefahr.
Nach Angaben der Behörden ist nicht auszuschließen, dass in dem ausgebrannten Haus weitere Menschen, Gäste der Familie, starben. «Insgesamt könnten sich bis zu neun Personen in dem Haus aufgehalten haben», sagte Landrat Michael Makiolla. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus: «So eine Tragödie an Weihnachten, das hinterlässt bei uns allen ein Stück Fassungslosigkeit», sagte er auf einer Pressekonferenz.
Weiterer Bericht zur Tragödie von Unna hier auf Fireworld.at

Familienvater überlebt Gasvergiftung: Freunde einer vierköpfigen Familie aus Eritrea im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim alarmierten die Polizei, als diese eine Verabredung nicht eingehalten hatte und nicht erreichbar war. Die Beamten fanden an Heiligabend die 33-jährige Frau und die Jungen im Alter von 10 und 13 Jahren tot im Wohnzimmer vor. Der 43-jährige Vater überlebte; er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Leichen sollen am Montag obduziert werden. Erste toxikologische Untersuchungen lassen laut Polizei auf eine Kohlenmonoxidvergiftung durch die Gastherme im Haus schließen.

Bei Wohnungsbränden kamen weitere vier Menschen ums Leben. In Freiburg brach im zweiten Obergeschoss eines Mietshauses Feuer aus. Ein 79-jähriger Bewohner und seine 87 Jahre alte Frau wurden verletzt. Er starb später im Krankenhaus. Im Berliner Vorort Wandlitz starb ein 67-jähriger alleinstehender Rentner in seinem Bungalow. Er wurde an Heiligabend gegen 22.00 Uhr in den ausgebrannten Räumen gefunden.
Am Freitagmittag, 25.12.2009, entstand in einem Seniorenzentrum in Herten bei Recklinghausen ein Brand. Die Polizei entdeckte in dem betroffenen Zimmer einen 64-Jährigen tot im Rollstuhl. Zwei Heimbewohner und eine Pflegekraft wurden durch Rauchgase verletzt.
Im baden-württembergischen Donzdorf (Kreis Göppingen) starb eine 47-jährige Frau in ihrem Einfamilienhaus, obwohl sie den Brand in ihrer Küche kurz vor 02.30 Uhr am Freitag gemeinsam mit ihrem Bruder entdeckt hatte. Sie wurde in der Nähe der Küche tot aufgefunden. Der 51-jährige Bruder war bei Eintreffen der Feuerwehr draußen; er wurde mit einer leichten Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte.

Zwei Verletzte gab es zudem bei einem Brand am Freitagmorgen auf einem Campingplatz in Haltern am Rande des Ruhrgebietes. Bei dem Feuer in einem Campingwagen erlitt ein 51-jähriger Mann aus Duisburg so schwere Verletzungen, dass er in eine Spezialklinik gebracht werden musste. Ein Nachbar zog sich eine Rauchvergiftung zu.

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