Oö: Technische Übung mit Plasmaschneider
Gunskirchen (Oö): 4. Dezember 2009 – Zu unserer wöchentlichen Donnerstagsübung wurde diesmal das alte Auto eines Kameraden auf altbewährte Feuerwehrart „geschrottet“.
Da es für die Einsatzkräfte sehr wichtig ist, sich regelmäßig mit den Rettungsgeräten zu beschäftigen, konnte man diesmal an einem realen Übungsobjekt sämtliche Techniken zur Rettung eines Menschen ausprobieren.
Übungsannahme war, dass ein Pkw mit einem Schneepflug kollidierte. Dabei wurde der Fahrer des Pkw schwer verletzt und eingeklemmt. Um den Insassen zu befreien, musste das komplette Dach des Fahrzeuges entfernt werden. Hierbei wurde das richtige Schneiden und unterpölzen am Fahrzeug geübt.
Als der Insasse befreit war, wurde mit dem Probieren diverser Schneidetechniken und Hebeltechniken begonnen. Hierbei wurden noch sämtliche Türen mittels Bergeschere und Spreitzer entfernt. Ebenfalls konnte wieder der hydraulischer Rettungszylinder beübt werden.

Um auch neue Eindrücke über div. Geräte zu sammeln, konnten wir diesmal ein Plasmaschneidegerät des Typs TransCut 300 von der Firma Fronius ausprobieren. Das entfernen einer Türe (schneiden der Scharnieren), das Schneiden der Säulen sowie auch das Entfernen von Verblechungen stellt für das Gerät keinerlei Probleme dar. Beachten muss man jedoch, dass Kunststoffe sowie auch der Lack zu brennen und zu rauchen beginnen. Dies kann für einen eventuell eingeklemmten Insassen sehr „bedrohlich“ wirken. Für sonstige technische Einsätze wie z.B.: das Schneiden von Leitplanken oder Verkehrsschilder stellt das Gerät sicherlich eine Bereicherung dar.
Im großen und ganzen war dies eine sehr gelungene Übung mit interessanten und neuen Eindrücken.
Funktionsweise eines Plasmaschneiders:
Das Plasmaschneiden ist ein thermisches Schneideverfahren bei dem ein eingeschnürter Lichtbogen (Plasmastrahl), der eine hohe Energiedichte erreicht, den Werkstoff schmilzt und den verflüssigten Werkstoff aus Schnittfuge ausbläst.
