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Deutschland: Überflutungen durch schwere Regenfälle in Hamburg

Hamburg (Deutschland): Ergiebige Regenfälle haben in der Nacht zum Dienstag, 24. November 2009, die Hamburger Feuerwehr in Atem gehalten. Vor allem durch angesammeltes Laub verstopfte Gullys und andere Abflüsse sorgten dafür, dass sich das Wasser auf Straßen staute und in Häuser lief, wie ein Feuerwehrsprecher.

Allein in den zweieinhalb Stunden vor Mitternacht musste Feuerwehrleute zu 91 wetterbedingten Einsätzen ausrücken. Betroffen von dem von West nach Ost durchziehenden Regengebiet war vor allem der Hamburger Norden.

Besonders prekär entwickelte sich die Lage auf einer Baustelle in der City neben dem Opernhaus. Hier drohte die 45 lange, 55 Meter breite und 10 Meter tiefe Baugrube zu überfluten. Laut Feuerwehrsprecher drückten Regenwassermassen derart von außen gegen eine Betonwand, dass sich im unteren Bereich Risse bildeten und große Mengen Wasser und Sand in die Baugrube strömten. Gemeinsam mit Kräften des Technischen Hilfswerks verbauten die Einsatzkräfte 30 Paletten Sandsäcke und fast 50 Kubikmeter Kies, um die Fluten zu stoppen und den Bau zu retten.

Betroffen waren auch Autobahnen. Nahe dem Kreuz Nordwest überfluteten nicht abfließende Regenmassen die A 23. Gegen 22.20 Uhr geriet ein 43-jähriger Autofahrer kurz hinter der Abfahrt Eidelstedt in Richtung Norden in einer riesigen Pfütze mit seinem Wagen ins Schleudern. Der Pkw stellte sich quer, überschlug sich und blieb auf dem Dach im Graben liegen, wie eine Hamburger Polizeisprecherin berichtete. Der Fahrer wurde leicht verletzt, konnte sich aber selbst aus dem völlig zertrümmerten Auto befreien.

Da die A 23 zwischen Eidelstedt und Halstenbek-Krupunder auf etwa 100 Metern durch verstopfte Gullys überflutet war, sperrte die Polizei die Fahrtrichtung Norden komplett. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei beseitigten die Aquaplaning-Gefahr. Nach viereinhalb Stunden konnte die A 23 kurz vor 3.00 Uhr wieder freigegeben werden.

Doppeltes Pech hatte allerdings der 43-jährige Unfallfahrer. Als er wegen seiner leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, nahmen ihm die Ärzte eine Blutprobe ab. Dabei stellten sie einen Alkoholwert von 0,6 Promille fest. Nach dem Verlust seines Autos wurde der Mann damit gleich auch noch seine Fahrerlaubnis los.

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