Deutschland: Zehn Bahn-Fahrzeuge brennen in Berlin und Hamburg
Berlin/Hamburg (Deutschland): Bei vermutlich politisch motivierten Brandanschlägen sind in der Nacht zu Montag, dem 23. November 2009, in Berlin und Hamburg mindestens zehn Fahrzeuge der Deutschen Bahn beschädigt worden.
Im Berliner Bezirk Lichtenberg steckten die Täter auf dem Nöldnerplatz vier Fahrzeuge des Unternehmens in Brand, wie die Polizei mitteilte. Die Flammen griffen auf ein weiteres Auto der Bahn über.
In Hamburg-Altona wurden laut Polizei fünf Kleintransporter der Bahn angesteckt. Die Fahrerkabinen der Autos brannten aus. Bei dem Feuer auf dem Betriebsgelände der Deutschen Bahn wurde zudem ein sechstes Auto zerstört. Weiterhin platzten an einem angrenzenden Gebäude aufgrund der Hitze die Fensterscheiben. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf ein Wohnhaus übergriffen.
In Berlin-Mitte wurde in der Nacht zudem die Fassade eines im Bau befindlichen Wohnhauses in Brand gesetzt. Anwohner sahen die Flammen von der Baustelle in der Waldemarstraße und alarmierten die Feuerwehr, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer. Verletzt wurde niemand.
In allen Fällen hat der polizeiliche Staatsschutz der Landeskriminalämter die Ermittlungen übernommen. Die Berliner Polizei hat in diesem Jahr bislang 133 vermutlich politisch motivierte Brandanschläge auf Kraftfahrzeuge registriert. Dabei wurden insgesamt 267 Fahrzeuge beschädigt. Zu mehreren Taten liegen Bekennerschreiben aus der linken Szene vor.
