Technisch

Stmk: Erfolgreiche Suchaktion nach versunkenem Pkw in der Mur

Kleinstübing (Stmk): Am 23. Juni 2009 war laut Augenzeugenberichten ein türkisfarbener Geländewagen in Kleinstübing (Marktgemeinde Deutschfeistritz, Bezirk Graz-Umgebung) in die Mur gestürzt und versunken.

Damals konnte wegen der Hochwasser führenden Mur und der damit verbundenen hohen Fließgeschwindigkeit keine effiziente Suche vorgenommen werden, da es für die Einsatzkräfte zu gefährlich gewesen wäre.

Knapp 5 Monate später, am 21. November 2009, herrschten allerdings ideale Bedingungen, um die Suche erneut zu starten. Der Pegelstand, die Fließgeschwindigkeit und auch das Wetter boten ideale äußere Bedingungen für die Einsatzkräfte.

Nach der Einsatzbesprechung bei der BtF Sappi Gratkorn durch den Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Alois Rieger und den beiden Einsatzleitern, BI d.F. Erwin Eibl (EL Wasser) und BR Gerhard Sampt (EL Land) sowie der Errichtung der stationären Einsatzleitung im Feuerwehrhaus Kleinstübing durch ABI Willibald Wurzinger und Mitgliedern des Abschnittsführungsstabes, konnte eine der größten Wassersuchaktionen des Bezirkes Graz Umgebung endlich starten.

In einem bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Wasserdiensteinsatz wurde der in Frage kommende rund 6 Kilometer lange Abschnitt der Mur zwischen Kleinstübing und Gratkorn mit sechs Booten, darunter fünf Feuerwehrtauchern, Meter für Meter abgesucht. Insgesamt standen 65 Feuerwehrmänner- und Frauen mit 20 Fahrzeugen aus den Bezirken Graz-Umgebung und Bruck/Mur an diesem Samstag im Einsatz. Die Feuerwehr überließ dabei nichts dem Zufall, so wurden unter anderem sogar Metallsuchgeräte, wie sie auch beim Bundesheer in Verwendung stehen, eingesetzt.

Und der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten. Nach nicht einmal einer Stunde konnte ein am Dach liegendes Fahrzeugwrack in etwa zwei Meter Tiefe geortet werden. Es befand sich nur rund 100 Meter flussabwärts von jener Stelle entfernt, wo damals der Wagen in die Mur gestürzt sein sollte.

In einer schwierigen und aufwendigen Bergungsaktion gelang es schließlich das Fahrzeug aus dem Wasser zu bergen. Dabei waren zwei Seilwinden des RLF-A Friesach/Wörth und des SRF Gössendorf erforderlich. Unterstützt wurde die Mannschaft am Land durch Feuerwehrtaucher, die das Stahlseil an das Wrack im Wasser befestigten.

Nach insgesamt 4 Stunden war der „dicke Fisch“ endlich an Land gezogen und die Suche fand einen erfolgreichen Abschluss.

BFV Graz-Umgebung

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