Deutschland: Ein Toter nach Explosion in Papierfabrik
Trebsen (Deutschland): Bei einer Explosion in einer Papierfabrik im sächsischen Trebsen ist ein 62-Jähriger Mitarbeiter ums Leben gekommen. Der Mann galt nach dem Unglück am Donnerstag, 12. November 2009, zunächst lange Zeit als vermisst.
Zum Zeitpunkt der Explosion hatte der Mann vermutlich auf dem Dach eines Silos gearbeitet, sagte ein Sprecher der Polizei in Leipzig am Donnerstagmorgen. Durch die Wucht der Explosion sei er vermutlich in das Silo gestürzt.
Die genaue Ursache für die Explosion sei jedoch noch immer unklar. Fest stünde nur, dass an einer Methangasanlage Wartungsarbeiten durchgeführt worden seien. Bei der Explosion sei außerdem ein 61-jähriger Mitarbeiter leicht verletzt worden. Nach dem Unglück gab es unterschiedliche Aussagen über die Zahl der Verletzten. So hatte das Landratsamt Leipziger Land noch am Abend von zwei Verletzten gesprochen. Diese Zahl konnte die Polizei in Leipzig später auf eins korrigieren.
Am Donnerstagnachmittag hatte die Explosion in der Papierfabrik zu einem Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr geführt. Insgesamt waren 95 Rettungskräfte vor Ort, teilte das Landratsamt Leipziger Land mit. Auch Landrat Gerhard Gey war zur Unglücksstelle gekommen, um sich ein eigenes Bild zu machen.
Bis zum Schluss hatten die Helfer gehofft, den 62-Jährigen lebend zu finden. Bei der Suche nach ihm hatten die Rettungskräfte zwei Kräne, Hunde und eine Wärmebildkamera eingesetzt. Nach den Messungen der Feuerwehr liegen keine erhöhten Werte an ausgetretenem Methangas vor. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, hieß es.
