Deutschland: Bund und Länder bauen den Katastrophenschutz aus
Deutschland: In Deutschland soll der Schutz der Bevölkerung vor Terrorangriffen und Katastrophen verbessert werden. Wie das in Bielefeld erscheinende «Westfalen-Blatt» am Freitag, dem 2. Oktober 2009, berichtete, verstärken der Bund und die Länder beispielsweise die ABC-Einheiten der Feuerwehren. Grund seien neue Risikoanalysen im Hinblick auf atomare, biologische und chemische Gefahren.
In Nordrhein-Westfalen werden nach Angaben des Innenministeriums gegenüber der Zeitung derzeit in den 28 Kreisen und 21 Großstädten Einheiten zur überörtlichen Hilfe für die Entgiftung von Verletzten aufgestellt.
Das Land stellt hierzu auf seine Kosten Container bereit, in denen sich unter anderem zwei Schnellaufbauzelte, eine mobile Heizung, Stromerzeuger, Sanitäts- und Verbandsmaterial, Atemschutzmasken und Ersatzkleidung für 50 Personen befinden, wie ein Sprecher des Innenministeriums der Zeitung sagte. Hinzu kommen Chemikalien, um verseuchte oder radioaktiv verstrahlte verletzte Menschen zu entgiften, bevor sie in ein Krankenhaus kommen.
Zur Bedienung dieses sogenannten Abrollbehälters Verletzten-Dekontamination sind 60 Feuerwehrleute notwendig. Der Container kostet 250 000 Euro. Die ersten 20 Abrollbehälter im Wert von fünf Millionen Euro werden bis Anfang 2010 ausgeliefert. Die neuen Container werden zunächst nach Köln, Münster, Bonn, Düsseldorf, Hamm, Leverkusen, Essen, Hagen, Mülheim an der Ruhr, Bielefeld, Remscheid sowie in die Kreise Lippe, Coesfeld, Warendorf, Olpe, Oberbergischer Kreis, Rhein-Kreis-Neuss, Rheinisch-Bergischer Kreis und an das Institut der Feuerwehr in Münster geliefert.
Zudem richtet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dem Bericht zufolge bundesweit sieben Schnelle Eingreiftruppen gemeinsam mit den Ländern ein. Die hoch spezialisierten Einheiten sollen zum Einsatz kommen, wenn zum Beispiel zur Gefahrenabwehr große Teile der Bevölkerung gewarnt oder evakuiert werden müssen.
