Oö: Übung in Hartkirchen -> Auto in Fluss, Menschenrettung von der Zille aus
Hartkirchen (Oö): Am Freitag, dem 11.09.2009, führte die FF Hilkering-Hachlham gemeinsam mit der FF Hartkirchen und mit Unterstützung durch das Lastfahrzeug Alkoven eine sehr interessante Übung durch.
Das Übungsszenario wurde von BI Stefan Wagner ausgearbeitet und stellte sich wie folgend dar:
Auf Grund einer Brückensanierung in Hilkering wurde die Brücke komplett abgerissen. Ein Auto mit zwei Insassen durchbrach die Absperrung und stürzte in die Aschach. Ein zweiter Autofahrer übersah ebenfalls die bereits durchbrochene Absperrung, konnte zwar noch rechtzeitig abbremsen, rutschte jedoch mit den Vorderreifen über den Abgrund und drohte in die Aschach zu stürzen.
Die FF Hilkering-Hachlham als erster am Einsatzort richtete die Absicherung ein, sorgte für Beleuchtung und erste Patientenbetreuung des absturzgefährdeten Fahrzeuges. Auch wurde gegen eventuell auslaufende Betriebsmittel eine Ölsperre eingerichtet.
Nach Eintreffen der Hartkirchner Feuerwehr mit TLF, LFB und Kommandofahrzeug mit Zille wurde ein Brandschutz aufgebaut, gleichzeitig die Absicherung des absturzgefährdeten Fahrzeuges veranlaßt. Anschließend wurde die Bergung des eingeklemmten Lenkers mit hydraulischen Rettungsgerät vorbereitet. Der LFB errichtete eine Beleuchtung am gegenüberliegenden Ufer der Aschach.
Mit den beiden Zillen wurde nach der erfolgten Absicherung des ersten Fahrzeuges, die Patientenbetreuung und gleichzeitig die Absicherung mit der Seilwinde des TLFs durchgeführt. Mit dem Spreizer wurde eine Zugangsöffnung geschaffen um die verletzten Personen aus dem Auto zu retten. Dieses Verfahren gestaltete sich teilweise schwierig, da man beim Einsatz des Spreizer auf der Zille immer wieder weggedrückt wurde. Auch war die Personenbergung aus der Zille heraus nicht einfach, was aber durch den Einsatz der zweiten Zille gut gelöst werden konnte.

Ein Einsatz von Feuerwehrkräften direkt im Wasser war nur sehr eingeschränkt möglich, da aus dem weggerissenen Fundament noch sehr viel Eisen aus dem Boden ragte. Diese Eisenstangen stellten auch während der Übung eine reale Gefahr dar und es mußte sehr sorgfältig gearbeitet werden.
Die Patienten wurden am Ufer aus der Zille an Feuerwehrmänner und -frauen übergeben, die diese zu dem Verletztensammelplatz brachten. Nach dem Entfernen des oberen Fahrzeuges konnte der Kran Alkoven das halb in der Aschach steckende zweite Fahrzeug herausheben.
Insgesamt war diese nicht ganz alltägliche Übung für alle beteiligten Feuerwehren sehr interessant und lehrreich. Vor allem das Arbeiten und die Menschenrettung am und im Wasser von der Zille aus war Neuland und brachte viele neue Erfahrungen für die beteiligten Feuerwehrleute und sorgte für etliche anregende Diskussionen.
