Technisch

D: Anstrengender und zeitintensiver Einsatz bei Rinderbergung aus Fluss

Herdecke (Deutschland): Zu einer größeren Technischen Hilfeleistung waren am 11. September 2009 die Feuerwehren Herdecke und Wetter sowie das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz.

Eine Gruppe der Polizei Bochum die den Ruhrlauf mit einem Kanu wasserläufig passiert haben, meldete gegen 19:44 Uhr, dass eine tote Kuh im Wasser treiben soll. Durch den Kadaver sollte das Wasser kontaminiert sein, zudem sollte eine starke Geruchsbelästigung bestehen. Als örtliche zuständige Einheit wurde die Feuerwehr Herdecke alarmiert. Die Erkundung vor Ort gestaltete sich schwierig: „Der Ruhrlauf ist von Herdecker Seite nur sehr schwer erreichbar. Außerdem bereitete die bereits einbrechende Dunkelheit uns große Probleme“, so der Feuerwehr Einsatzleiter.

Mit Hilfe der ortskundigen Löschgruppe Wengern, die zufällig am Einsatzort vorbei kam und sofort unterstützte, wurde der Uferbereich von Wengeraner Seite abgesucht. Dies war ebenfalls nicht einfach, da das Ufer durch mehrere Felder vom eigentlichen Fußweg abgetrennt ist. „Es war schnell klar, dass ohne Boot nichts zu machen ist“, so der Einsatzleiter. Darin bestand die nächste Schwierigkeit: Die Ruhr hat in dem Bereich nur einen sehr niedrigen Wasserstand. Somit konnte das Rettungsboot der Herdecker Wehr hier nicht eingesetzt werden.

Daher wurde das Technische Hilfswerk Wetter hinzugezogen. Am Demag Parkhaus wurde ein Schlauchboot mit Beleuchtung zu Wasser gelassen. Der „Powermoon“ vom THW machte den Ruhrlauf wieder taghell. Kurz darauf konnte der verweste Kadaver ausfindig gemacht werden. Mit einem Seil wurde der Kadaver fixiert und an Land gezogen. Da aufgrund der Lage (Höhe Radweg Wengern) kein Löschfahrzeug mit Seilwinde in Stellung gebracht werden konnte, mussten sämtliche Einsatzkräfte dies mit Muskelkraft erledigen und das Rind gut 200 Meter weit ziehen. Auf dem Radweg wurde der Kadaver auf eine Mulde vom Wechsellader umgelagert.

Das Ordnungsamt stellte den Kadaver sicher und wird es in den nächsten Tagen der fachgerechten Entsorgung zuführen. Wem das braune Rind gehört bzw. eins vermisst, soll sich bitte umgehend an das Herdecker Ordnungsamt (Tel. 02330-611-216) wenden. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte waren bis tief in die Nacht mit mehreren Fahrzeugen im sehr anstrengenden Einsatz. Der Herdecker Einsatzleiter sowie André-Marcelle Hubert vom THW waren sich einig: „Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Technischem Hilfswerk hat heute wieder wunderbar funktioniert.“

[url=http://www.feuerwehr-herdecke.de/Feuerwehr Herdecke[/url]

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