Österreich: Nächste Unwetter-Welle: Feuerwehren im Stresstest
Österreich: Nach den Unwettern, die in der Nacht auf Montag, dem 3. August 2009, über Niederösterreich hinweggezogen sind, war die Feuerwehr mit rund 1.500 Mann im Dauereinsatz. In Salzburg wurden ohnehin beschädigte Dächer erneut abgedeckt.
Laut Aussendung mussten rund 1.500 Feuerwehrleute in den Bezirken Amstetten, Baden, Bruck/Leitha, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Melk, Mistelbach, Mödling, Scheibbs, Tulln, Waidhofen/Thaya, Wien-Umgebung und Zwettl ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen, überflutete Keller auszupumpen und Brände zu löschen.
In Neupölla (Bezirk Zwettl) kam es durch Blitzschlag zu einem Waldbrand, in Etlas und Reitern (ebenfalls Bezirk Zwettl) mussten Dachstuhlbrände gelöscht werden. In Schöngrabern (Bezirk Hollabrunn) gab es nach einem Gewitter einen Scheunen- und in Wallsee (Bezirk Amstetten) einen Trafobrand.
Dächer in Salzburg zerstört
Auch die Menschen im nördlichen Salzburger Flachgau kommen nicht zur Ruhe: Donnerstag vor einer Woche hatte ein Unwetter mit Hagelkörnern in Größe von Tennisbällen schwere Schäden auch an Dächern angerichtet, am frühen Sonntagabend zerstörte ein Sturm nun die inzwischen notdürftigen Abdeckungen aus Planen und anderem Material wieder. 13 Feuerwehren waren nach dem neuerlichen Unwetter im Einsatz, teilte das Landesfeuerwehrkommando mit.
Betroffen waren exakt dieselben Gemeinden wie vor eineinhalb Wochen, sagte ein Feuerwehrsprecher zur APA. Das sind praktisch alle Gemeinden im nördlichen Flachgau. Mehrere Tage lang hatten nach der Hagel-Katastrophe zahlreiche Helfer der Feuerwehren und des Bundesheeres bis zur Erschöpfung die vielen zerstörten Dachflächen zumindest mit Planen ersetzt, um Wasserschäden zu verhindern, diese wurden heute großteils wieder zerstört. „Die Arbeit beginnt von vorne“, so der Feuerwehr-Sprecher.
